Band 
Erster Band.
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Fünfunddreissigstes Kapitel.

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genau identisch wären, mit Ausnahme dessen, den man abschätzenwill, und was doch die Bedingung jedes wahrhaften Ver-suches ist.

Die dritte Weise der Erforschung, die Vergleichung, könntevielleicht in den chemischen Untersuchungen eine wahrhafte Be-deutung gewinnen; ich brauche in dieser Hinsicht nur an dasDasein der natürlichen Familien zu erinnern, obgleich die diesemPrinzip entsprechende Klassifikation noch wenig gut geschehen ist.

Mit Andeutung dieser Beziehung hält sich mein Geistvielleicht zu sehr über dem jetzigen Stand der Wissenschaft, alleinman darf nicht vergessen, dass die Chemie als Wissenschaft nochim Entstehen begriffen ist. Indem das Studium der Philosophieden Gestaltungen dieser Entwickelung vorauseilt, kann sie vielleichtden Fortschritt der Wissenschaften beschleunigen.

Welches nun auch die für die chemische Forschung angewandtenMittel sein mögen, so gestattet deren Benutzung gewöhnlich eineder Natur der Chemie angepasste Bestätigung. Diese Hülfe er-giebt sich aus der Gegenüberstellung der Analyse und Synthese.

Von jedem Körper, der aufgelöst worden ist, muss man an-nehmen, dass er auch wieder zusammengesetzt werden kann, wasallerdings mehr oder weniger schwierig, mitunter beinahe unmög-lich sein mag. Wenn diese umgekehrte Vornahme den ursprüng-lichen Körper wieder hervorbringt, so erhält dadurch der che-mische Beweis seine unzweifelhafteste Gewissheit. Leider hat dieAusdehnung der Chemie mehr das Geschick, zu trennen, als dieMittel, zu verbinden, gesteigert. Diese beiden Wege können des-halb keine genaue Harmonie unter sich einhalten.

Zur Bezeichnung der Fälle, wo diese Harmonie zur Begrün-dung einer unerschütterlichen Ueberzeugung nothwendig ist, sindzwei Arten von Analysen zu unterscheiden; eine vorläufige, welchein der einfachen Trennung der unmittelbaren Prinzipien besteht,und eine schliessliche, welche zur Bestimmung der eigentlichenElemente führt. Diese letztere Analyse ist die Ergänzung allerchemischen Untersuchungen, indess ist die Benutzung der ersterenwichtiger und ausgedehnter. Bei der Elementar-Analyse kann mansich die synthetische Bestätigung ersparen, denn aus der Zusam-menstellung der angewendeten Reagentien im Vergleich mit dem