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Erster Band.
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Fünfunddreisaigstes Kapitel.

gewonnenen Produkte leitet man immer die unbekannte Zusam-mensetzung der vorliegenden Substanz ab. Ganz anders verhältes sich, wenn es sich um die Bestimmung der unmittelbarenPrinzipien handelt; deren Elemente können immer unter sich an-dere Verbindungen von verschiedener Ordnung erzeugen, und manist daher nie sicher, ob bei dieser Analyse eins oder mehrereder vermeinten unmittelbaren Prinzipien, welche sie ergeben haben,ihren Ursprung nicht Reaktionen verdanken, welche die auflösendeOperation selbst hervorgerufen hat. Dann kann allein die Syn-these, indem sie mit dem gefundenen Material die vorliegendeSubstanz wieder herstellt, die Frage in unwiderleglicher Weiseentscheiden, sofern wenigstens in Folge der schwachen Energieder Reagentien oder vermöge analoger Induktionen die unmittel-baren Ergebnisse der Analyse keinen vernünftigen Zweifel mitsich bringen.

Dm die Andeutung dieses Prinzips zu vervollständigen, mussman das Dasein einer gewissen Harmonie beachten zwischen derMöglichkeit, die synthetische Methode anzuwenden, und der Pflicht,aiif dieselbe zurückzugehen, weil die Verbindungen in dem Maasseweniger fest werden, als die Ordnung der Verbindung der kon-stituirenden Theilchen höher steigt. Deshalb muss der Grad derLeichtigkeit der Wiederherstellung unzweifelhaft mit dem stimmen,in welchem die Trennung sich hat vollführen lassen. Dann würdedie Elementar-Analyse, bei der man allein die synthetische Gegen-probe sich ersparen kann, zu den schwierigsten Wiederzusammen-setzungen führen, die oft sogar unmöglich sind, selbst wenn derElemente nur wenige sind, und zwar wegen der sehr energischenReaktionen, welche hier meist nothwendig sind. Dem entgegenverlangt die unmittelbare Analyse nur schwache Antagonismen,welche den dann beinahe unerlässlichen synthetischen Operationenkeine grossen Hindernisse entgegenstellen.

Nachdem ich das Ziel der Chemie und die Mittel der Erfor-schung in dieser Wissenschaft betrachtet habe, habe ich derenStellung in der Gesammtheit der Wissenschaften zu prüfen, d. h. derenStelle in der wissenschaftlichen Rangordnung zu rechtfertigen.

Dieser Fall dürfte sehr geeignet sein, um zu ersehen, dassmeine Klassifikation nicht auf willkürlichen Annahmen beruht;