Band 
Erster Band.
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Siebenunddreisaigstes Kapitel.

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a priori-Bestimmung der spezifischen Schwere der Gase mit einerGenauigkeit angewendet, welche sehr oft der durch Versuche er-mittelten gleichkam.

Man muss endlich zu den Arbeiten, welche die Lehre derchemischen Proportionen begründet haben, auch die von Wolla-ston rechnen. Er bildete die atomistische Lehre in die der che-mischen Aequivalente um, welche einen bestimmteren Ausdruckgestattet. Ich weise namentlich auf die schönen Untersuchungenhin, welche dieser Chemiker über die Verbindungszahlen der säuer-lichen Salze angestellt hat, deren Bestimmungen analogisch aufdie alkalischen Salze angewendet worden sind und so die Ergän-zung der Richter’schen Entdeckung über die neutralen Salze bilden.

Um das Maass der Vervollkommnung abzuschätzen, welchedie Lehre von den bestimmten Proportionen noch bedarf, mussman die hauptsächlichsten Schwierigkeiten erwägen, welche dasGanze der chemischen Vorgänge ihr entgegenstellt.

Es erhellt sofort, dass die Substanzen ebensowohl durch dieProportion, wie durch che Natur ihrer sie bildenden Bestandtlieilesich unterscheiden. Zweitens besteht zwischen irgend welchenzwei Substanzen imm er ein grösster und ein kleinster Grad vongegenseitiger Sättigung; darüber oder darunter wird jede Verbin-dung unmöglich. Von diesen Sätzen aus läuft der Streit zwischenden beiden entgegengesetzten Lehren auf die Entscheidung hinaus,ob der Uebergang von dem kleinsten bis zu dem grössten Gradder Sättigung sich vollziehen kann mittels beinahe unmerklicherAbstufungen, oder ob im Gegentheil dieser Uebergang sich nurin einer kleinen Zahl bestimmter Grade vollzieht.

Schliesslich wird die Möglichkeit und selbst das Dasein bestimm-ter Zwischenproportionen auch von allen Chemikern anerkannt.Die Frage besteht also darin, ob neben diesen bestimmten, festenProportionen unterworfenen Verbindungen zwischen den beidenGrenzen aller Verbindung überhaupt noch eine stetige Reihe an-derer Zwischenverbindungen mit weniger bestimmten Kennzeichenbesteht, kurz, ob die bestimmte Proportion die Regel oder nurdie Ausnahme bildet, wie Berthollet wollte.

Die Lösung einer solchen Frage hat nicht die Wichtigkeit,die man ihr beilegt. Allerdings vereinfacht die Lehre von den

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