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Erster Band.
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Siebenunddreiasigstes Kapitel.

bestimmten Proportionen, wenn sie auf eine kleine Anzahl mög-licher Verbindungen beschränkt wird, die allgemeine Aufgabe derChemie, allein man darf nicht glauben, dass die Lösung ohne einesolche Vereinfachung unmöglich sei.

Dessenungeachtet bleibt zu prüfen, bis zu welchem Punktedas Prinzip der bestimmten Proportionen als feststehend angesehenwerden kann. Der erste Einwurf ist dem Vorgang der Auflösungentnommen, welche offenbar in unendlich verschiedenen Verhält-nissen geschehen kann. Man hat darauf durch die mehr spitz-findige als begründete Unterscheidung zwischen dem Zustand derAuflösung und der Verbindung geantwortet, und man kann aller-dings auf den Unterschied beider Zustände hinweisen, dass der erstedie chemischen Eigenschaften jeder Substanz aufrecht erhält, wäh-rend der zweite sie ändert. Allein in jeder anderen Hinsicht mussder Vorgang der Auflösung als ein wahrhaft chemischer angesehenwerden. Die Auflösung bietet, wie die Verbindung, den eigen-tümlichen und wählerischen Charakter, welcher allen chemischenVeränderungen zugehört. Sie hat ebenso wie die Verbindung eineobere Grenze der Sättigung, wenn ihr auch die untere Grenze ab-geht. Durch diese beiden Eigenschaften unterscheidet sich dieAuflösung von der Mischung, welche in jedem Verhältnisse ge-schehen kann. Der Charakter der Aufrechterhaltung oder derVeränderung der chemischen Eigenschaften der gelösten oder ver-bundenen Substanz ist vielleicht weniger entschieden, als man denkt.Die, welche die Auflösung als den schwächsten Grad der Verbin-dung ansehen, können antworten, dass in jeder wenig energischen‘Verbindung, in welcher die Sättigung sehr unvollständig ist, dieEigenschaften des wirksamsten Agenten kaum verändert erscheinendürfen. Wenn z. B. ein sehr starkes Alkali mit einer schwachenSäure ein Unter-Salz bildet, so sind die wesentlichen Eigenschaftendes ersteren wenig mehr verändert, als bei einer einfachen Auf-lösung, wie man es vorzüglich bei den unterkohlensauren Alkalienbemerkt. Wie will man von einer anderen Seite entscheiden, ob dieAuflösung in den vielen Fällen die Eigenschaften einer Substanzohne Veränderung aufrecht erhalten hat, wo diese Substanz ihrechemische Thätigkeit nur, nachdem sie aufgelöst worden, zeigenkann? Es fehlt dann der zweite Gegenstand für die Vergleichung.