Band 
Erster Band.
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349
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Achtunddreissigstes Kapitel.

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Wirksamkeit niclit einen Fall bilden, der nickt weiter aufgelöstwerden kann? Weskalb soll eine so mäcktige Quelle der Wärmeals untergeordnet gelten und die Reibung als die prinzipielle Quelle?

Lavoisier kätte deskalb wolil besser gethan, wenn er nicktversuckt kätte, die Wirkungen der Wärme und des Lickts vonder Verbrennung abzuleiten. Er hätte dann keine Verdichtunganzunehmen brauchen, welche keineswegs die notliwendige Folgedieses Vorganges ist und welche oft gefehlt hat. Allerdings würdedie Wissenschaft vollkommener sein, wenn diese Wirkung an dasGesetz geknüpft werden könnte, das Black vorher entdeckt hatte,und wonach ein Freiwerden von Wärme mit jedem Uebergangaller Körper aus einem bestimmten Zustand in einen dichterenverknüpft ist.

Eine der Folgen der Analyse Lavoisier’s bestand darin, dassjede Säure und jede Base, die zur Salzbildung geeignet seien, auseiner Verbrennung hervorgehen müssten, d. h. aus der Verbindungeines Elements mit dem Sauerstoff. Nun entdeckte sofort Ber-thollet, dass der Ammoniak nur aus Wasserstoff und Stickstoff:besteht, und kurz darauf stellte er fest, dass das schweflige Was-serstoffgas, in dem Sauerstoff nicht enthalten ist, dessenunge-achtet alle Eigenschaften einer Säure zeigt. Indem die Chemikerso die Uebertreibung Lavoisier’s in Betreff des chemischenUebergewiehts des Sauerstoffs bemerkten, vermehrten sie die Aus-nahmen in Bezug auf die Alkalien und hauptsächlich die Säuren.Die Lehre von der Verbrennung wurde ferner darin etwas modifizirt,dass man feststellte, wie ein Freiwerden von Wärme und Lichtnicht immer ein sicheres Anzeichen einer Verbindung mit Sauer-stoff ist. Der Chlor, der Schwefel und mehrere andere Körpersind als solche erkannt worden, die wahre Verbrennungen kerbei-fiihren können. Endlich ist das Auftreten des Feuers nicht mehran eine besondere Verbindung geknüpft worden, sondern allgemeinan jede sehr starke und lebhafte chemische Wirksamkeit.

Trotzdem haben die von Lavoisier entdeckten Wahrheitenihren Werth, wenn auch nicht ihre Allgemeingültigkeit behalten.Wenn es auch Säuren und Alkalien ohne Sauerstoff giebt, so sind dochunbestreitbar die meisten sauerstofiige, und wenn auch der Sauer-