Band 
Erster Band.
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371
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Vierzigstes Kapitel.

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kann, wenigstens nicht für die ursprünglichen Vorgänge und haupt-sächlich nicht bei den Vorgängen in den Nerven und im Gehirn.

Meine Definition der Biologie bezeichnet nicht nur den Gegen-stand der Wissenschaft, sondern auch den seiner Unterlage, d. h.das Gebiet, welches sie zu befassen hat. Die Biologie hat nicht blosin einem einzigen Organismus, sondern in allen bekannten undselbst in den blos möglichen eine dauernde Harmonie zwischenden anatomischen und physiologischen Gesichtspunkten zu begrün-den. Nur diejenigen Begriffe genügen, welche der ganzen Stufen-folge der lebenden Wesen gemeinsam sind; im Uebrigen muss dasStudium des Menschen immer vorherrschen, sei es als Ausgangs-punkt, oder als Ziel. Man wird in der That jeden Organismusnur in der Hoffnung auf die Aufklärungen studiren, welche sichdaraus für die genauere Kenntniss des Menschen selbst ergeben.Von der anderen Seite bildet die Kenntniss des Menschen die ein-zige unmittelbare, nach welcher wir alle anderen organischenSysteme abschätzen können.

Nachdem ich hier das Ziel und den Gegenstand der Biologiedargelegt und das Feld ihrer Untersuchungen festgestellt habe,kann ich zur Prüfung der sonstigen Auffassungen übergehen undbeginne mit den ihr eigenthümlichen Mitteln der Forschung. Hierbestätigt sich das Gesetz, welches ich über die Zunahme der wissen-schaftlichen Hülfsquellen im Verhältnis zur Verwickelung der Vor-gänge aufgestellt habe. Die biologischen Vorgänge sind verwickel-ter, als alle bisherigen; aber ihr Studium befasst die grösste Zalü dergeistigen Hlilfsmittel. Von den drei Arten der Beobachtung gewinntdie eigentlich so genannte Beobachtung hier die grösste Ausdehnung.Die Biologie gestattet, wie die Chemie, die gemeinsame Benutzungder fünf Sinne; ja sie bietet in dieser Hinsicht einen sehr wichtigenZuwachs, welcher in der Benutzung künstlicher Vorrichtungen be-steht, um die Sinneswahrnehmungen, namentlich die des Gesichts, zuverstärken. In statischer Hinsicht gestatten diese Vorrichtungendie bessere Abschätzung eines Gebildes, dessen am wenigsten be-merkbare Einzelheiten eine hohe Wichtigkeit erlangen können.In dynamischer Hinsicht sind sie weniger wirksam, aber gestattendoch das elementare Spiel der kleinen organischen Theile mitunterzu beobachten, welche die regelmässige Grundlage der wichtigsten

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