Band 
Erster Band.
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377
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Vierzigstes Kapitel.

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Vorgänge im Sinn, deren Studium so wichtig und so schwierig ist,und bei welchen doch kräftige Versuche nicht angewendet werdenkönnen. Die Beobachtung der zahlreichen Krankheiten des Nerven-systems ist ein Mittel, um die Kenntniss ihrer Gesetze zu steigern;indess hat die Unfälligkeit der meisten Beobachter diese Mittelnicht genügend ausnutzen lassen.

Ich kann noch als Anhang zu den Mitteln, welche die Biologieden pathologischen Untersuchungen leihen kann, die Prüfung derMonstrositäten hinzufügen. Diese organischen Missgestaltungensind lange Zeit der Gegenstand blinder und nutzloser Neugierdegewesen. Seitdem jedoch die Wissenschaft sie auf die Gesetze desregelmässigen Organismus zurückzuführen sucht, beginnt derenStudium eine Ergänzung des pathologischen Verfahrens zu werden.Solche Ausnahmen werden hier als wahre Krankheiten aufgefasst,deren Ursprung sehr alt und wenig gekannt und deren Naturschwerer zu heilen ist. Die Mittel bei Missbildungen sind beinahewie Mittel für Krankheiten aufzufassen, mögen jene das Ganze desOrganismus oder nur gewisse Erscheinungen der einzelnen Organis-men bei Thieren wie bei Pflanzen betreffen.

Mag nun die Weise der Versuche, und zwar der direkten undindirekten, der künstlichen und natürlichen, welche man bei denbiologischen Studien benutzt, sein, welche sie wolle, so müssen siezwei Bedingungen einhalten: 1) müssen sie ein bestimmtes Zielvor Augen haben, d. h. dahin streben, den betreffenden organischenVorgang nach einem bestimmten Gesichtspunkt aufzuklären, und2) müssen sie möglichst vollständig den wahren normalen Zustanddes betreffenden Organismus und die Grenzen, innerhalb deren ersich verändern kann, kennen. Ohne (he erste Bedingung würdedie Arbeit unsicher bleiben; ohne die zweite fehlte den Versuchendie Itichtung und der Auffassung derselben die feste Basis.

Ich habe noch die letzte Methode für die biologische Forschungzu betrachten; die, welche sich am besten für das Studium leben-der Körper eignet, welche demselben die logischen Hülfsmittel bietetund die mehr als jede andere ihren Fortschritt fördern soll, näm-lich die vergleichende Methode.

Die Bedingungen für die Anwendung einer solchen Methodebestehen in dem Zusammentreffen der Einheit des Hauptgegenstandea