Vierzigstes Kapitel.
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kommen, doch hervortretender und unmittelbarer anwendbarsind. Dagegen brauchen die Biologen nicht wegen der reingeistigen Fähigkeiten vorher Chemie zu studiren, da derenwissenschaftliche Darstellung noch wenig befriedigend ist. Alleindie Chemie besitzt doch die Fähigkeit, vermöge deren sie mehrals jede andere Wissenschaft die Kunst der Namengebung aus-bildet, und hier müssen die Biologen diesen Theil der positivenMethode studiren, denn ihre Wissenschaft gestattet eine sehr er-folgreiche Benutzung derselben. Die Nachahmung der chemischenBenennungen hat die nützlichen Versuche C hausier’s und meh-rerer anderer Biologen geleitet, um die einfachsten anatomischenZustände mit systematischen Namen zu bezeichnen, und ebensogewisse, fest bestimmte krankhafte Zustände und die allgemeinstenStufen in der thierischen Rangordnung.
Die Stellung der Biologie zur Chemie ordnet in gleicherweisedie erstere der Physik unter, welche die Basis für die ganze Chemiebildet; indess besteht hier in Bezug auf Lehre und Methode nocheine unmittelbarere Unterordnung. Was die Lehre anlangt, sokann man keinen physiologischen Vorgang untersuchen, ohnedass man die Gesetze eines oder mehrerer Zweige der Physik dabeibenutzt; alle Begriffe der letzteren müssen allmählich von denBiologen benutzt werden, soweit sie die Vorbedingungen von derenArbeiten sind. Die Anwendung derselben ist unumgänglich fürdie Beurtheilung der äusseren Umgebung, unter deren Einfluss derOrganismus seine Lebensvorgänge vollzieht. Aber was noch mehrist, der Organismus bleibt ja stets den Einwirkungen der Schwere,der Wärme, der Elektrizität u. s. w. unterworfen. Es erhellt indieser Beziehung, dass das Studium des organischen Lebens denHauptgrund dafür abgiebt, dass die Biologie der Chemie unter-geordnet bleibt, und das Studium des thierischen Lebens begründetdagegen die Beziehung der Biologie zur Physik. Dies gilt vor-züglich für die Physiologie der höchsten Sinne, für das Gesichtund Gehör, bei denen eine gründliche Anwendung der Optik undder Akustik nothwendig den Ausgangspunkt bilden muss; und dasGleiche bestätigt sich für die Lehre der Sprach Werkzeuge, sowiefür das Studium der thierischen Wärme und für die Unter-suchung der elektrischen Eigenthümlichkeiten des Organismus.
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