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Erster Band.
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Vierzigstes Kapitel.

selbst bei dem Menschen nur so aufgefasst werden, dass es dasorganische Leben ausdehnt und vervollkommnet, dessen allgemeineNatur es ja nicht verändern kann. Dieser Einfluss modifizirt vonNeuem die Gesetze der Chemie derartig, dass die reale Wirkungnoch weniger vorausgesehen werden kann, aber trotzdem ver-mindern diese Gesetze fortwährend die Gesammtheit der Vorgänge,und so genügt die einfache Veränderung in der Art und der Stärkeeiner Nervenerregung eines höheren Organismus, um die Stärkeund selbst die Natur einer bestimmten Ausscheidung zu stören.Trotzdem kann man nicht bestimmen, wie gross diese Veränderungsein werde. Die Grenzen ergeben sich hier daraus, dass solcheModifikationen, trotz ihrer scheinbaren Unregelmässigkeit, doch denchemischen Gesetzen des organischen Vorganges unterworfenbleiben, welche zwar gewisse Abweichungen gestatten, aber derenzu grosser Zahl entgegentreten. Deshalb kann die durch dasThierische eintretende Verwickelung doch die Unterordnung desGanzen der organischen Thätigkeiten unter das System der Gesetzenicht verhindern, welche die Vorgänge der Verbindung und Lösungbestimmen. Die Benutzung dieser Gesetze wird nur schwierigerund gewährt weniger sichere Anzeigen, weil man neben dem ein-fachen Organismus auch die neue, stetig fliessende Quelle derModifikationen in Betracht nehmen muss, welche aus der nervösenThätigkeit entspringt. Dieses Verhältniss ist so wichtig, dass manin der Biologie ohne dasselbe eine wissenschaftliche Lehre nicht er-kennen kann; denn die wichtigsten Vorgänge müssten dann soaufgefasst werden, als wären ihre Veränderungen willkürlich undkeinem Gesetze unterworfen.

Die Chemie kann ausserdem in Hinsicht auf die Methode derBiologie schätzbare Hülfsmittel gewähren. Die weniger verwickelteNatur der chemischen Vorgänge gestattet eine vollkommenere Be-obachtung und Versuchsweise. Deren philosophisches Studiumträgt zur vorläufigen Ausbildung der Biologen in dem erheblichbei, was die Kunst der Beobachtung und der Versuche anlangt.Die einfachen Vorgänge bei der Physik und Astronomie passenunzweifelhaft mehr für solche, die sich der Biologie zuwendenwollen; indessen bieten die chemischen Vorgänge, wegen derengeringeren Unähnlichkeit Muster, die, wenn auch nicht so voll-