Vierzigste« Kapitel.
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in den verschiedenen Wissenschaften mehr oder weniger ange-wendet; aber keine begünstigt deren starke Benutzung mehr alsdie Biologie. Keine andere bedarf dieser Kunst in gleicher Weise,nicht blos wegen der ausserordentlichen Mannigfaltigkeit unterschie-dener und doch einander ähnlicher Wesen, welche die biologischenBetrachtungen befassen, sondern auch weil zwischen denselbeneine systematische Vergleichung eingerichtet werden muss. Um-gekehrt nöthigen diese Wesen mit ihren Kennzeichen selbst zueiner Eintheilung derselben und erleichtern eine solche. DieMannigfaltigkeit der lebenden Geschöpfe und die Verschiedenheitihrer Beziehungen führen zu ausgedehnten und leicht zu recht-fertigenden Analogieen. Dies ist so unzweifelhaft, dass die Ein-theilung der Thiere die der Pflanzen übertrifft, und zwar in Folgeder grösseren Mannigfaltigkeit und Verwickelung der Organisationbei jenen. An einer solchen Quelle hat jede Philosophie diese be-deutende Kunst zu schöpfen, gleichviel welche Anwendung davongemacht werden soll.
Ohne zu übertreiben, ist es doch gewiss, dass ein jeder, welcherden biologischen Studien fremd geblieben ist, nur eine unvoll-kommene Ausbildung erhalten hat, denn es sind dann mehrere derAnlagen nicht ausgebildet worden, welche zusammen die positiveKraft des menschlichen Geistes ausmachen. Nur so kann die po-sitive Methode mittels Prüfung aller Elemente der wissenschaft-lichen Rangordnung kennen gelernt werden, denn jedes vermageine jener grossen logischen Vornahmen zu entwickeln, aus denendie Methode besteht.
Ich wende mich nun zum wissenschaftlichen Gesichtspunktederselben Eigenschaften, d. h. in Beziehung zur Lehre. Ich be-nutze das früher aufgestellte Gesetz, wonach das positive Studiumeiner Wissenschaft immer die theologischen und metaphysischenAuffassungen zu beseitigen sucht, und zwar durch zwei Mittel, dieeinander ergänzen, nämlich durch das Voraussehen der Vorgängeund durch die von dem Wollen des Menschen ausgehenden Ver-änderungen derselben.
Die noch unvollkommen gekannte Verwickelung der Biologiegestattet nur eine geringe Fähigkeit des Voraussehens; indess kannauch diese Wissenschaft in ihrer Weise darlegen, wie wenig sie