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Einundvierzigstes Kapitel.
schaft sich in der Vervollkommnung der statischen Untersuchungder Organe zu setzen hat.
Die Einheit im organischen Gebiet verlangt, dass alle Gewebeauf eines zurückgeführt werden. Wenn eine 'solche Ableitungkeine Dunkelheit mehr enthält, oder wenn die Gesetze für die Um-formung des ursprünglichen Gewebes zu jedem weiteren festgestelltsind, so wird die anatomische Philosophie so vollkommen als mög-lich sein, da dann eine wissenschaftliche strenge Einheit in ihrherrschen wird. Man dürfte dann, wenn man sich nicht in eitleUntersuchungen verwirren will, dieses Ziel nicht überschreiten,das, wie jeder andere philosophische Typus, niemals vollkommenerreicht werden kann. Ich kann deshalb die Abwege nur beklagen,welche in dieser Hinsicht namentlich in Deutschland sich zeigen.
Man war dort damit nicht zufrieden, dass alle organischenGewebe sich auf eines zurückführen liessen, sondern versuchteüber die natürliche Grenze der anatomischen Analogie hinauszu-gehen. Man hat versucht, das ursprüngliche Gewebe selbst auseiner unverständlichen Ansammlung von organischen Monaden ab-zuleiten, welche somit die Elemente aller lebenden Körper seinsollen. Der Missbrauch mikroskopischer Untersuchungen hilft dieseLehre annehmbar zu machen, welche aus der metaphysischen Phi-losophie stammt; sie ist durchaus unverständig und kann nur denFortschritt der Wissenschaften aufhalten.
Es ist verkehrt, wenn man die organische Welt mit der un-organischen anders verknüpfen will als durch die Gesetze, welchefür (he allgemeinen, beiden gemeinsamen Vorgänge bestehen.Die Begriffe des Lebens und der Organisation müssen immer vonallen unorganischen Theorieen getrennt bleiben, denn es bestehenbei diesen keine ähnlichen Vorgänge. Diese Verirrung gleicht demunbegreiflichen Versuch, die beiden Elemente der Philosophie ■ zuverschmelzen; er verbindet sich in der That mit dem ihm entspre-chenden philosophischen Irrthum, wonach das Leben in der ganzenNatur verbreitet sein soll, ohne Unterschied zwischen organischenund unorganischen Gegenständen, so dass es seinen Sitz in denMolekülen habe. Beide Annahmen widersprechen sich; die eine mitdem Begriffe der Organisation, die andere mit dem des Lebens.In einem System, das sich nicht in verschiedenartige Tlieile, die