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Zweiundvierzigstes Kapitel.
Buchung der lebenden Körper nachfolgen. In diesem Kapitel sollendie Regeln einer solchen philosophischen Yornalnne dargelegtwerden.
Die Kunst einzutheilen, welche für alle Kenntnisse anwendbarist, kommt von der Biologie. Der thierische Organismus hat inFolge seiner grösseren Verwickelung eine frühere und vollkommenereAnwendung der Prinzipien für die Zusammenstellung gestattet.
Wir müssen den Blick auf das Ganze der Biotaxie richten; in-dess ist das Thierreich für uns der unmittelbare und ausdrücklicheGegenstand, sowohl um che Grundlagen der Eintheilungslehre auf-zustellen, als um deren wichtigste Anwendung zu tretfen.
Zwei philosophische Begriffe beherrschen die Lehre von dernatürlichen Methode, nämlich die Bildung der Gruppen und ihreFolge dem Range nach. Man könnte beides in ein Prinzip zu-sammenfassen, indess ist deren Trennung zweckmässig, um dieMethode bestimmter zu erfassen.
Die Bildung von Gruppen besteht darin, dass man zwischenmehr oder weniger zahlreichen Arten ein solches Ganzes von Aehn-lichkeiten aufstellt, bei dem trotz deren Verschiedenheit, die zu der-selben Kategorie gehörenden Wesen einander immer ähnlicher sindals denen, che nicht dazu gehören. Die Begriffe der Gattung,der Familie, der Klasse bezeichnen in der Rangordnung ver-schiedene'Arten von Sonderungen, welche nach mehr oder weni-ger tiefen Veränderungen desselben Prinzips geschehen, welches dieBildung der allgemeinen Reihe bestimmt hat. Das Thierreich istdas einzige, bei dem die verschiedenen Abstufungen in wissenschaft-licher Weise haben bezeichnet werden können.
Der menschliche Geist musste mit der Aufstellung der erstenGruppen beginnen. Damit war der zarteste und unsicherste Theilder ganzen Vornahme beseitigt, nämlich der, welcher in der inner-halb jeder Gruppe vorzunehmenden Eintheilung besteht. Auchbietet dieser letztere Theil, trotz der Vervollkommnung der zoolo-gischen Philosophie noch viel Willkürliches in cler Anordnung.
Die Bildung der Gruppen ist nur eine vorläufige Arbeit. Diewesentliche, die Abschätzung betreffende Bedingung besteht darin,dass che jedem Organismus zugewiesene Stellung seine physiolo-gische und anatomische Natur in Bezug auf alle ihm vorangehen-