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Erster Band.
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Dreiundvierzigstes Kapitel.

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bilden, was man unter Verrichtung (fonction) zu verstehen hat.So aufgefasst nimmt die Physiologie einen der Anatomie ähn-lichen Gang. Der Begriff der Eigenschaft entspricht dem desGewebes, der Begriff der Verrichtung dem des Organs undder schliessliche Begriff des Ergebnisses entspricht der Schluss-Betrachtung des gesammten Organismus.

Die dem Pflanzenleben zugehörigen Verrichtungen beschränkensich auf zwei hauptsächliche, deren steter Gegensatz der Definitiondes Lebens selbst entspricht. Die erste ist die innere Absorptionder Nahrungsmittel, welche der äusseren Umgebung entnommensind; aus ihr ergiebt sich nach deren allmählicher Verähnlichungschliesslich die Ernährung; die zweite ist die Ausdünstung nachaussen von fremd gewordenen Molekülen, welche in dem Maasse,als die Ernährung vorschreitet, dem Organismus fremder werden.Hier wie in vielen anderen Punkten hat man den Unterschied derthierischen Organisation von der pflanzlichen übertrieben, indemman die Verdauung zu einem wesentlichen Kennzeichen dertliierischen Natur machen wollte. Aehnliches gilt auch bei derBewegung der Flüssigkeiten, sowohl für die Ersatz bietenden, wiefür die ausscheidenden; denn man kann selbst den geringstenOrganismus sich ohne die stete Bewegung einer Flüssigkeit über-haupt nicht vorstellen, welche die aufgenommenen, oder die aus-scheidenden Stoffe in der Schwebe hält, um sie, wenigstens durchEndosmose oder Exosmose, zu der Stelle ihrer Einkörperung oderihrer schliesslichen Ausstossung zu schaffen. Dieses stete Oszillirenbedarf keiner besonderen Gefässe; es kann sich durch das Zellen-gewebe vollziehen und ist für Thiere und Pflanzen unentbehrlich.

Eine solche Untersuchung zeigt, dass die Thätigkeiten desPflanzenlebens einfache physisch-chemische Vorgänge sind; physi-sche in Bezug auf (he Bewegung der einzunehmenden oder aus-zustossenden Moleküle; chemische in Betreff der allmählichen Ver-änderungen dieser verschiedenen Substanzen. Nach dem ersten Ge-sichtspunkte hängen sie nur von den hygrometrischen, capillarenund retraktilen Eigenschaften des fundamentalen Gewebes ab; nachdem zweiten, der bis jetzt viel dunkler ist, beziehen sie sich auf diemolekulare Thütigkeit, welche zur Bildung des Gewebes beiträgt.

Das Studium des allgemeinen, so bezeichneten Lebens ist nicht

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