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Erster Band.
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437
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Dreiundvierzigstes Kapitel. 437

schied zwischen der eingeathmeten und ausgeathmeten Luft selbstbei den höheren Thieren nicht. Was den Stickstoff anlangt, sofinden manche Physiologen, dass das Atlunen dessen Menge ver-mehrt; andere nehmen das Gegentlieil an, und in den Augen vielererleidet er keine Veränderung.

Gehen wir von der Betrachtung der Verrichtungen zurPrüfung der Ergebnisse über, so sehen wir, dass diese Studien,welche schwieriger sind, und überdem auf den vorigen beruhen,noch weniger vorgerückt sind. Ich werde dies in Rücksicht autjede der Auffassungen, welche diesem letzten Theil der Physiologiezngehören, andeuten.

Das wichtigste Ergebniss aller organischen Verrichtungen be-steht in dem stetigen Zustand von Bildung und Rückbildung, welcherdas pflanzliche Leben kennzeichnet. Wie kann nun diese doppelteBewegung untersucht werden, wenn die Assimilationen und dieAussonderungen nur unvollkommen gekannt sind? Selbst die ein-fachsten Fragen sind nicht angemessen gestellt. Man hat in derReihe der organischen Stufenleiter keine chemische Vergleichungzwischen der gesammten Bildung der einzelnen Organismen mit dementsprechenden System der Ernährung vorgenommen und ebensowenig in umgekehrter Weise, zwischen den ausgeathmeten Pro-dukten und der Gesammtheit der Faktoren, welche dieselben be-schafft hatten, da wir vermögen nicht einmal einzeln anzugeben,worin der Vorgang der steten Bildung und Auflösung des ganzenOrganismus besteht.

Die eigene Tlnitigkeit der Körper, welche deren Temperaturinnerhalb gewisser Grenzen auf einer bestimmten Höhe erhält, istein zweites Ergebniss der Gesammtheit der pflanzlichen Verrich-tungen, welches beinahe immer mit dem vorgehenden zugleich be-steht. Diese Bestimmung ist in allen Organismen, selbst in dempflanzlichen, gefunden worden; aber deren Untersuchung ist nichtrichtig aufgefasst worden. Ich habe schon auf die Verwirrunghingewiesen, welche beinahe immer zwischen der Untersuchung derLebenswärme und der äusseren Umgebung besteht. Ueberdemneigen die Physiologen noch dazu, diesen Vorgang an Verrich-tungen des thierischen Lebens zu knüpfen, obgleich diese doch nurauf deren Stärke und Tlnitigkeit Einfluss haben können. Die Her-