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Erster Band.
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Vierundvierzigstes Kapitel.

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ebenfalls Bichat verdankt. Ein stetig beharrender Vorgang neigtin Folge des Gesetzes der Trägheit zur Fortdauer; dagegen könnendie sich unterbrechenden Vorgänge nur Gewohnheiten veranlassen,d. h. sie nehmen eine Richtung sich von selbst zu wiederholen an,durch den Einfluss einer vorgegangenen Wiederholung, wenn diesein angemessenen Zwischenzeiten genügend stattgehabt hat.

in dieser Eigenschaft liegt bei den Geschöpfen eine der Grund-bedingungen Ihr die allmähliche Vervollkommnung derselben, ins-besondere für che des Menschen. Dadurch können die Lebensvor-gänge gleichsam an der Regelmässigkeit der Vorgänge in der un-organischen Welt theilnehmen, indem sie trotz ihrer grösseren Ver-wickelung zu periodischen werden; auch geht daraus die Umgestal-tung der freiwilligen Handlungen in unfreiwillige hervor. Indess istdas Studium der Gewohnheiten so wenig als das der Unterbrechungenvorgeschritten. Man hat mehr den Einfluss bestehender Gewohn-heiten untersucht; viel weniger die Art ihrer Entstehung. Viel-leicht brauchte man aus dieser Eigenschaft keine, dem thierischenOrganismus allein zukommende Bestimmung zu machen. Ich habeschon bei den Tönen dargelegt, dass selbst unorganische Vor-richtungen von selbst eine viel leichtere Wiederholung derselbenAkte gestatten, wenn eine angemessene, lange und genügend regel-mässige Wiederholung vorangegangen ist, und dies ist gerade dasKennzeichen der thierischen Gewohnheit, namentlich wenn man sienur bei den Verrichtungen betrachtet, die von der Erregbarkeit ab-liängen. Nach diesen Andeutungen, deren Entwickelung ich den Bio-logen überlasse, könnte man vielleicht das Gesetz der Gewohnheit andas Gesetz der Trägheit in dem Sinne anknüpfen, wie die Geometerdasselbe bei der Bewegung und dem Gleichgewicht verstehen.

Bei Betrachtung der Vorgänge, welche der Erregbarkeit undEmpfindlichkeit gemeinsam sind, haben in Bezug auf den Grad ihrerWirksamkeit die Biologen die beiden äussersten Grenzen der über-triebenen und der unzureichenden Wirksamkeit zu prüfen; dennnach ihnen bestimmt sich der normale Zwisc.henzustand. Ein solchesVerfahren folgt aus dem klaren Gebot der positiven Logik, welchebei jedem Gegenstände alle Hoffnung auf Erfolg abschneidet, wennman nur den Zwischenzustand untersucht, ohne vorher die äusser-sten, aus denen er sich bildet, gut geprüft zu haben.