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Zweiter Band.
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Siebenundyierzigstes Kapitel.

Die erste genügende Auffassung des allgemeinen Fortschrittsgehört einem von mathematischen Geist geleiteten Philosophen an.Das Geluhl des Fortschritts der Wissenschaften konnte Pascal jenenbewunderungswerthen Satz eingeben: „Die ganze Folge der Menschenwährend der langen Reihe der Jahrhunderte muss wie ein ein-ziger Mensch genommen werden, welcher immer besteht und un-unterbrochen lernt.“ Trotz dieses Lichtblickes haben die Ideen desFortschrittes eine philosophische Festigkeit erst im Anfänge desvorigen Jahrhunderts nach dem merkwürdigen Streit gewonnen,welcher die Vergleichung der Alten mit den Neueren betraf.Diese Erörterung bildet ein bedeutendes Ereigniss in der Geschichteder menschlichen Vernunft, welche auf diese Weise das erste Mal eswagte, ihren Fortschritt so zu verkünden. Hauptsächlich der wissen-schaftliche Geist war es, welcher die Häupter dieser philosophischenBewegung beseelte und die Kraft ihrer Argumente ausmachte.

Der Begriff des Fortschrittes ist aus der Entwickelung derWissenschaften hervorgegangen; er suchte während des letztenJahrhunderts sich der politischen Bewegung zuzuwenden, alleindiese Ausdehnung konnte erst mit der französischen Revolutionseine Wichtigkeit erlangen.

Wenn diese Betrachtungen zunächst sich von dem Gegen-stand dieses Kapitels zu entfernen schienen, so sieht man jetzt, wiesehr sie sich darauf beziehen. Ich habe dargelegt, dass die Wissen-schaft von der sozialen Entwickelung vor der jetzigen Epoche sichnicht hat begründen lassen. Die Prüfung der vorzeitigen Versuchein Bezug auf ihre Begründung ist somit vereinfacht worden undbedarf nur noch einer kurzen Angabe. Die politischen und diewissenschaftlichen Zustände haben bis zu unseren Tagen es unmög-lich gemacht, die soziale Wissenschaft auf feste Unterlagen auf-zubauen, und der Einfluss dieses doppelten Hemmnisses erstrecktsich bis zur jetzigen Generation. Der mächtige Anstoss der revolu-tionären Krise hat diese Wissenschaft aufgerichtet, und sie findetjetzt seit der ganzen Vergangenheit zum ersten Mal die genügende Un-terlage für ihre Ermittelungen, auch ist sie gleichzeitig genügend vor-bereitet, um das Studium der sozialen Vorgänge nach der positivenMethode zu betreiben. Da diese beiden Bedingungen unentbehr-lich waren, so brauche ich die Kritik der philosophischen Versuche,