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Zweiter Band.
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Achtundvierzigstes Kapitel.

beseitigt. Auch hat man ausserdem hierbei nur die ganze Mensch-heit zu betrachten, und nicht ein einzelnes Volk. Steht dies fest,so führt die Entfaltung schliesslich zu einer Verbesserung, nichtblos in der Lage des Menschen, sondern auch in Bezug auf seineFähigkeiten. Die Grenze der Vervollkommnung gilt vorzüglichfür diesen zweiten Theil des Fortschrittes. Ich brauche mich wohlnicht damit aufzuhalten, dass ich die augenscheinliche Verbesse-rung darlege, welche die soziale Entwickelung für die Existenz-bedingungen herbeigeführt hat, theils durch eine wachsende Wirk-samkeit auf die äussere Welt, je nach den Fortschritten derWissenschaften und Künste, theils durch die Milderung der Sitten,theils endlich durch die steigende Vervollkommnung der sozialenOrganisation. Eine allgemeine Thatsache giebt hier die Antwortauf alle sophistischen Ein würfe; es ist dies das stete Wachsen defBevölkerung auf der Erde in Folge ihrer Civilisation. Der Triebnach Verbesserung muss schon unwiderstehlich sein, wenn er dieungeheuren politischen Fehler überdauert hat, welche jederzeit dengrösseren Theil jener Kräfte aufgezehrt oder unwirksam gemachthaben. Sogar in unserer revolutionären Zeit ist, trotz des stär-keren Unfriedens zwischen dem politischen System und dem Standeder Civilisation, die Verbesserung im Fortschreiten, und zwar nichtblos nach ihrer physischen und geistigen, sondern auch nach ihrermoralischen Seite.

Was die allmähliche und sehr langsame Verbesserung dermenschlichen Natur innerhalb sehr enger und bis jetzt unbekannterGrenzen anlangt, so muss man offenbar dem Prinzip von Lamarkbeitreten, wonach eine gleichmässige und stetige Uebmig bei allenOrganismen und besonders bei dem Menschen eine VervoUkomni'nung innerhalb der Rasse selbst zu befestigen vermag. Betrachtetman die erkennbarste Thatsache, nämlich die geistige Entwickelung»so muss man offenbar bei hoch civilisirten Völkern eine grössereFähigkeit zu geistiger Combination, abgesehen von aller Kultur»anerkennen, wenn man dabei den mittleren Durchschnitt dieserFähigkeiten zu Grunde legt. Auch in moralischer Hinsicht führtdiese Entwickelung zu einem steigenden Uebergewicht der edelstenTriebe.

Diese Darlegung beweist, dass die Entwickelung der Mensch'