Band 
Zweiter Band.
Seite
87
JPEG-Download
 

Achtundvierzigstes Kapitel.

87

z ' var bei Bevölkerungen, die von einander unabhängig sind. DerFortschritt der Menschheit ist allerdings in Bezug auf die gesammteEntwickelung ein allgemeiner, allein sehr beträchtliche Bevölke-^ngen, und namentlich sehr verschiedenartige, haben durch ein Zu-8a ttunentreffen sozialer Ursachen, die bis jetzt noch schlecht unter-teilt worden sind, nur untergeordnete Stufen der allgemeinen Ent-nickelung erreicht. In Folge dieser Ungleichheit bestehen früheretstände der civilisirtesten Nationen, trotz der unvermeidlichenNebensächlichen Unterscliiede bei Völkern, die zu ein und der-8e lben Zeit in verschiedenen Orten der Erde vertheilt sind. Die ver-gleichende Methode hat den Vortheil, dass sie auf die zwei Arten dertziologischen Spekulationen anwendbar ist, so dass sie ebenso diee ttze des Daseins als die der Bewegung bestätigen kann, undSeitens dass sie sich auf alle möglichen Grade der sozialen Ent-nickelung erstreckt, deren eigentlnimlichen Züge so der Beobach-g N" unterstellt werden können. Man kann von den unglücklichencwohnern des Feuerlandes bis zu den vorgeschrittensten Völkerne steuropas keinen feinen sozialen Unterschied sich vorstellen, der^bt an irgend einem Punkte der Erde verwirklicht wäre.

Dies sind die charakteristischen Eigenschaften der vergleicheu-611 Methode, welche die Ergebnisse der geschichtlichen Unter-suchung zu berichtigen und hauptsächlich die dabei unvermeid-^ c hen Lücken auszufüllen hat. Die Benutzung dieses Mittels isterv orragend vernünftig, denn es beruht auf dem Prinzip einerNarrlichen Identität der menschlichen Entwickelung.

Nach Darlegung der Eigenschaften dieses Mittels, habe ich-hie ihm eigenen Gefahren aufmerksam zu machen, welche es^cht gestatten, ihm die hauptsächliche Leitung der soziologischen^ e °bachtungen anzuvertrauen. Dessen schwerster Mangel ist, dass8 keine Rücksicht auf die zeitliche Folge der sozialen Zuständeut, vielmehr dahin neigt, dieselben als gleichzeitige aufzufassen.^ as Unzusammenhängende der vergleichenden Beobachtungen lässtHervorgehen des einen sozialen Systems aus dem andern nicht^Nierken. Endlich führt das vergleichende Verfahren zur falschenSchätzung der beobachteten Fälle und zur Verwechselung unter-jg /Kneter Abweichungen mit den Hauptvorgängen der sozialenWickelung. Hieraus vorzüglich sind die unrichtigen Begriffe