Fünfzigstes Kapitel. 113
^ssung einführen wird. Trotzdem haben die Sophisten in allenEpochen der Zersetzung, anstatt die Familie als Muster für dieGesellschaft aufzustellen, gemeint, ein grosses politisches Genie zu2e *gen, indem sie sich mühten die Familie nach dem Bilde derGesellschaft zu gestalten, und zwar einer derzeitig sehr schlecht ge-° r dneten, allerdings in Folge gerade des ausnahmsweisen Zustandes,Welcher solche Träumereien gestattete.
Um das Urtheil über die häusliche Unterordnung zu vervoll-8 töndigen, bemerke man die Eigentümlichkeit der Familie, wonach^ er erste Begriff von der endlosen sozialen Dauer von ihr ausgeht,ltl dem sie die Zukunft an die Vergangenheit knüpft. Bei jedem Grade^ efi sozialen Fortschrittes bleibt es immer wichtig, dass der Menschftl cht glaube erst gestern geboren zu sein, dass die Gesammtheit8e iner Einrichtungen und Sitten dahin strebe durch ein System vongeistigen und materiellen Zeichen seine Erinnerungen an das Ver-
gatigene mit seinen Hoffnungen für die Zukunft zu verknüpfen.Oer
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revolutionäre Geist unserer Zeit müsste eigentlich in dieser
Reicht eine vorläufige Erschütterung herbeiführen, ohne welchee Phantasie in ihren Anstrengungen für die Erneuerung desRialen Systems zu sehr gehemmt werden würde; allein diese ausge-ünte, wenn auch vergängliche Verachtung der Vergangenheite bt den Instinkt für die Gemeinschaft zu schädigen.
Zum Schluss dieses Entwurfes der sozialen Statik habe ichc n von einem ähnlichen Gesichtspunkte aus die Gesellschaft alsllle Gruppe von Familien und nicht von Einzelnen zu betrachten.^ _ Das biologische Studium zeigt, dass die steigende Vollkommen-des thierischen Organismus hauptsächlich in der mehr und4111 hervortretenden Besonderung der verschiedenen Verrichtungene8 teht, welche durch inehr und mehr gesonderte Organe voll-^ P Werden, die dabei doch solidarisch sind. Der Art ist auchCharakter des sozialen Organismus und dies ist der Grad seinerein 6l ^ e S en heit über jeden individuellen Organismus. Kann man wohle Ui ^ llri derbareres Schauspiel ersinnen, als diese UebereinstimmungMasse von Einzelnen, von denen jeder eine bestimmte unde inem gewissen Grade unabhängige Existenz hat, und welche* der Verschiedenheit ihrer Talente und Charaktere bereit sind,hg zu derselben allgemeinen Entwickelung mitzuwirken, ohne
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positive Philosophie. II.