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Zweiter Band.
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Fünfzigstes Kapitel.

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die Arbeitstheilung und die Muse, welche sie gestattet, für einestärkere Entwickelung der geistig bedeutenderen Personen noth-w endig gewesen; auf diesem ruht zum grossen Theil das dauerndepolitische Uebergewicht. Die Civilisation hat das Eigene, dass siedie moralischen und noch mehr die geistigen Ungleichheiten zurEntwickelung bringt; indess können die moralischen und geistigenKräfte nicht nach der Art der physischen Kräfte vereint werden.

Wenn es sich um den Kampf physischer Kräfte oder selbstdes Reichthums handelt, so mag die Ueberlegenheit eines Einzel-nen oder einer Familie noch so gross sein, es wird doch eineVerbindung genügend zahlreicher geringerer sozialer Einzelwesenleicht mit ihnen fertig werden. So kann das ungeheuerste Ver-mögen eines Einzelnen die Mitbewerbung der finanziellen Kraftei ner etwas grösseren Nation nicht aushalten, obgleich deren öffent-licher Schatz in einer Menge kleiner Beiträge besteht.

Wenn ein Unternehmen hauptsächlich von einer hohen geistigenKraft abhängt, so z. B. eine wissenschaftliche oder poetische Arbeit,s ° kann keine Verbindung gewöhnlicher Geister, sei sie auch nochs ° gross, mit einem Descartes oder Corneille es aufnehmen.Eies gilt auch in moralischer Hinsicht, wenn die Nation einergrossen Hingebung bedarf; diese kann nicht durch die Anhäufunggeringerer Hingebungen ersetzt werden. In beiden Beziehungenkann die Zahl der Individuen nur die Hoffnung steigern, dass manherunter das richtige Organ für das beschlossene Unternehmenleichter finden werde.

In dieser Weise strebt jede Gesellschaft von selbst nach einerKegierung. Dieses Streben steht in der Natur des EinzelnenA einem entsprechenden System von besonderen Neigungen, theilsAn Befehlen, theils zum Gehorchen in Harmonie. Die sehr ver-leitete Neigung zum Befehlen ist deshalb kein Zeichen für den~ €r uf zu regieren. So sind die Frauen, welche leidenschaftlichherrschen wollen, meist zu jedem Regieren, selbst im Hause, nichtgeeig ne t Bei den meisten Männern besteht eine Neigung für

Gehorsam; wir sind alle mehr oder weniger geneigt bei'mseres Gleichen jede Ueberlegenheit, sei sie geistig oder moralisch,Anerkennen. Selbst mitten in den heftigsten politischen Zuckun-g e n zeigt der Instinkt der Massen, wenn die soziale Oekonomie mit