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Zweiter Band.
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Fünfzigstes Kapitol.

Auflösung bedroht ist, noch diese Neigung, die selbst bis zur Vollen-dung der revolutionärsten Zerstörungen ihnen den Gehorsam gegengeistige und moralische Ueberlegenheiten einflösst; sie folgen derenLeitung und verlangen oft von denselben, dass sie zeitweise dieHerrschaft übernehmen. So stehen die individuellen Neigungenvon selbst mit der Entwickelung der sozialen Verhältnisse in Har-monie und es erhellt daraus, dass die politische Unterordnung ebensounvermeidlich wie unerlässlich ist. Aus ihr geht die soziale Statikhervor.

Eine vielleicht zu starke Steigerung und Vereinzelung dieserAuffassungen kann anfänglich ihrer unmittelbaren Werthschätzunghinderlich werden, allein der Nutzen, welcher in den folgendenKapiteln sich daraus ergeben wird, vermag diese erste Unsicherheitzu beseitigen. Bei diesen statischen Betrachtungen ist das Lebendes Einzelnen nach dem Ueberwiegen persönlicher Instinkte charak-terisirt worden und dann das häusliche Leben nach dem starkenAuftreten theilnehmender Instinkte, und das soziale Leben nachder Entfaltung geistiger Einflüsse. Jeder dieser drei Grade desDaseins ist dazu bestimmt, den folgenden zu entwickeln. In gleicherWeise ordnet sich dazu die Moral; sie ist zunächst eine individuelldann eine häusliche und endlich eine soziale; die erste unterstelltdie Erhaltung des Einzelnen einer vernünftigen Zucht; die zweitestrebt nach einem Uebergewicht des Mitgefühls über den Egois- ,mus; die letzte leitet die Gesammtheit unserer Neigungen nachden Anweisungen einer passend entwickelten Vernunft und hatimm er die Oekonomie der Gesammtheit im Auge, so dass sie all eKraft unserer Natur nach deren Gesetzen für das gemeinsameZiel sich vereinen lässt.

Nach dieser Darstellung der sozialen Statik gehe ich zurUntersuchung der sozialen Dynamik über, indem ich das nächste :Kapitel zunächst für die Prüfung der Gesammtheit der menschlichen |Entwickelung benutze.