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Zweiter Band.
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Dreiundfünfoigstes Kapitel.

Thätigkeit, wenigstens bei Erreichung ihres steten Zieles, d. h. derEroberung. Indem verschiedene Nationen auf dem Wege der Er-oberung einem einzelnen hervorragenden Volke eingefügt wurden,ergifi man das alleinige Mittel, um die Gemeinschaft zu vergrössern.Gleichzeitig unterdrückte diese Herrschaft die militärische Thätig'keit der so unterworfenen Völkerschaften; es bildete sich zwischendenselben ein dauerhafter Frieden und führte sie so zu dem ®'dustriellen Leben, dessen Empor kommen nicht anders verständlichist, da es dem Charakter der frühesten Menschen wenig zusagt.

Man hat gemeint, dass bei den Alten es keine religiösen Kriegegegeben habe, indem man den sozialen Gesichtspunkt der moderne»Nationen, bei denen das Weltliche und das Geistliche getrenntsind, während sie im Alterthum vereinigt waren, talschlich ausdehnte'Wenn man sagen kann, dass die Alten beinahe niemals Religions-kriege gekannt haben, so liegt dies nur darin, dass alle ihre Krieg eeinen religiösen Charakter hatten. Die Götter waren damals na-tionale und ihre Kämpfe mischten sich mit denen der Völker,denen sie deren Triumphe und Niederlagen theilten. Dieser Cha-rakter zeigt sich schon im Fetischglauben, allein in Folge dergrossen Vereinzelung der Gottheiten, che für jede Familie be-sondere waren, gestatteten die militärischen Kämpfe keine politi-sche Wirksamkeit.

Die Götter des Polytheismus boten eine Allgemeinheit, welcb eunter ihrem Banner ausgedehnte Völkerschaften mit einem National-gefühl sich sammeln Hess, wie sie für die Erweckung des krieg rrischen Geistes genügte. Bei einem solchen religiösen Systei»'welches beinahe unbeschränkt die Hinzufügung neuer Gottheit» 1 *gestattete, bestand der Proselytismus auf eine Unterordnung ^Götter der Besiegten unter die des Siegers. In dieser Gestalt hatimmer bei den Kriegen der Alten bestanden, wo er die E n ^'Wickelung des gegenseitigen Ungestüms unterstützte. Wenn der P°l. v 'theismus den Geist der Eroberung anregte, so sicherte er » uCdessen soziale Bestimmung, indem er die Einfügung der besiegt”Nationen erleichterte, denn diese konnten sich der starken Nati 011anschliessen, ohne ihrem Glauben und ihren religiösen Gebräuche 1 *'welche ihnen theuer waren, zu entsagen, sofern sie nur die 0b erhoheit der siegenden Götter anerkannten.