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Zweiter Band.
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Dreiundfünfzigstes Kapitel.

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Zur Vervollständigung der Wirkungen des Polytheismus habeich noch seine eigentümliche soziale Passlichkeit zu prüfen, und zwarzunächst in politischer und dann in moralischer Hinsicht. Diesetheologische Verfassung hat von der sozialen Masse eine spekula-tive Klasse abgetrennt, welche von den militärischen Sorgen befreit^ar und durch ihren Einfluss der Gesellschaft eine regelmässigeOrganisation geben konnte.

Die Menschheit zeigt selbst in ihrem Stande der Kindheit dieKeime für die wichtigeren politischen sowohl weltlichen, wie geist-lichen Gewalten. Die rein militärischen Eigenschaften, zunächsthe Kraft und der Muth, später die Klugheit und die List werdenKei den Jagd- und Kriegs-Unternehmungen die Grundlage für eine"Urksame, wenigstens zeitweilige Autorität. Ebenso erhält durche me Ausbreitung der häuslichen Regierung die Weisheit der Greise,Welche die Erfahrungen und die Ueberlieferungen des Stammes*lcn folgenden Geschlechtern übergeben sollen, eine gewisse be-hütende Macht. Damit verbindet sich der Einfluss der Frauen,Welcher zu allen Zeiten für die geistige Macht ein wichtiger Ge-hülfe gewesen ist, um das materielle Uebergewicht durch die Ge-^hle zu mässigen, wie diese durch den Verstand. Diese rohen An-länge jedes politischen Systems hätten sich nur auf eine unsichere'hd unvollkommene Existenz beschränkt, wenn nicht der Polytheis-mus gekommen wäre, der sie an die Einrichtung eines regelmässigenKultus und einer besonderen Priesterschaft anknüpfte.

Der Kultus war dem damaligen Zustand der Menschheit wun-'Krbar angemessen; er bestand hauptsächlich in zahlreichen undMannigfachen Festen, wo der Aufschwung der schönen KünsteBeschäftigung fand. Sie waren der hauptsäch-

_regelmässiger Zusammenkünfte, wie das Beispiel von

fiechenland zeigt, wo diese Feste bis dahin, dass es ein Theiles römischen Reichs wurde, eine hohe Wichtigkeit sich bewahrten.JJas Kriegerleben war damals unvermeidlich, es konnte alleinpolitischen Organisation einen festen und fortschreitenden•Mrakter geben, indem es den staatlichen Verbindungen einegrössere Ausdehnung gab und in der zahlreichsten Klasse das Ueber-l'^itht des industriellen Lebens begründete. Auf dieses doppelte■^ebniss richtete sich damals die Entwickelung der militärischen

^sprechende

^hste Anlass