Dreiundfunfcigstes Kapitel.
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Die grosse Verbreitung eines solchen Systems lässt annehmen,es in der Zeit seines Glanzes in Uebereinstimmung mit'W Bedürfnissen der Menschheit sich befand. Es war in der Thatdamals für che Erweckung der geistigen und sozialen Entwickelung^entbehrlich. Es hat sich aus sich selbst entwickelt; denn dieErblichkeit der Beschäftigungen ist durchaus natürlich: sie gewährtdurch die häusliche Nachahmung die leichteste Weise zu lernen,Und die einzig ausführbar, so lange die mündliche Ueberlieferunghauptsächlich che Kenntnisse überträgt, weil jede andere Weisedamals fehlte und weil die Verfährungsweisen durchaus einfache' v aren. Bei jeder Art des Fortschrittes macht sich das Strebenlach Vererbung bemerklich, denn die Mehrzahl der Menschen zeigtkeine Anlage zu einem bestimmten Beruf, und so ist jeder geneigtdas väterliche Geschäft fortzusetzen. Diese freiwillige oder durchdie Sitte auferlegte Vererbung hat bei den Modernen einen ganzanderen Charakter, als die erzwungene Vererbung bei den Alten;'udess geht sie aus demselben Prinzip hervor, d. h. aus der Biirg-Sc W't, die sie dem privaten und öffentlichen Wohle bietet, nämlichvollständigste Vorbereitung für die soziale Bestimmung desEinzelnen. Das einzige Mittel, die Nothwendigkeit solcher frei-öligen Nachfolge zu mindern liegt darin, dass die Erziehung mehrUn d mehr vernünftig eingerichtet wird und dass man das, was/diher einen häuslichen, speziellen und empirischen Unterricht ver-an gte, in den öffentlichen, systematischen und abstrakten Unter-^•dit übernimmt.
^ Die geistige Entwickelung verdankt den Kasten die ersteInnung der Theorie von der Praxis, welche aus der Bildung^ tler spekulativen Klasse hervorgegangen ist. Die Elemente allerei mtnisse stammen aus dieser Zeit, wo der menschliche Geist^inen Gang zu regeln begann. Dies gilt auch für die schönenüüste, welche damals von der herrschenden Klasse geübt wurden,e us als ein Anhängsel zu den Dogmen und dem Cultus, theils^ e in Mittel der Belehrung und Ausbreitung. Indess ist es^üptsächlich die gewerbliche Entwickelung, welche durch einS °| c hes Regiment begünstigt worden ist, da sie weniger ausge-Zeic Wte Anlag en erforderte und dabei die herrschenden KlassenWeniger beunruhigte. Der gewohnte Friedenszustand gestattete