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Zweiter Band.
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Dreiumlfünfzinsten Kapitel.

So entwickelte sich die ästhetische Thätigkeit, deren Keifl> eschon in den theokratischen Gesellschaften vorhanden waren. Dies®Umstände zusammen führten in Griechenland zu einer ganz neuenKlasse von freien Männern, welche die geistige Entwickelung derAuserwählten der Menschheit weiter geführt hat, da sie zwar speku'lativ aber ohne priesterlichen Charakter war, und thätig ohnevon dem Kriege ausschliesslich in Anspruch genommen zu sein-Condorcet scheint das Prinzip dieser Lage erkannt zu haben«aber konnte dessen Bedeutung nicht voll erfassen, da ihm di egesunde Lehre der Entwickelung fehlte. Man sieht, welche Dienstdie kriegerische Thätigkeit, trotz ihrer politischen Unfruchtbarkeitder Menschheit geleistet hat, abgesehen von ihrer Wichtigkeit, nn>den immer drohenden Einfall theokratischer Heere zurückzuweisen-Dieser kleine Kern freier Denker hatte damals in gewisser Wei seüber das geistige Geschick unserer Gattung zu entscheiden, welch®ohne die Tage von Thermopylae, Marathon, Salamis und schliesslichohne den Feldzug Alexanders in die theokratische Erniedrigung jzurückgedrängt worden wäre.

Nach dieser Schilderung der ästhetischen Entwickelung wend®ich mich zur Prüfung der philosophischen und wissenschaftliche 11Entwickelung. Zur mehreren Deutlichkeit beginne ich mit de 111wissenschaftlichen Aufschwünge, da er den philosophischen bee ’ 11flusst hat.

Der Ausgangspunkt für beide liegt in einer spekulirSnd el1Klasse, welche ausserhalb der gesetzlichen Ordnung sich aus frei ® 11Männern bildete, die mit hoher Einsicht ausgerüstet und oh» eeine besondere soziale Stellung in Muse mehr spekulativ war® 0,als die theokratischen Würdenträger, welche nur daran dacbt el1 'ihre grosse Macht zu üben und zu erhalten. Diese Weisen 0 ^Philosophen pflegten nach dem Beispiel ihrer priesterlichen ^° rgänger alle Zweige des menschlichen Wissens, mit Ausnahme ^ e *Poesie und der bildenden Künste, deren Aufschwung schneller #schehen war.

Der wissenschaftliche Geist zeigte sich zunächst in der Entwirf*lung der einfachsten, allgemeinsten und abstraktesten Ideen, d.b-den mathematischen. Die rein arithmetischen Begriffe, bei denendrei Eigenschaften am deutlichsten hervortraten, waren der näcb