Dreiundfünfzigstes Kapitel. 205
fehlte; dieses Ziel blieb den Römern Vorbehalten. Man kann nache mem geistreichen Ausspruch von .1. de Maistre sagen, dass Griechen-^ a öd getheilt zur Welt gekommen, denn innere Zwistigkeiten be-atmen mit dem Ursprung dieser Bevölkerung und fanden ihr Enderiir mit der römischen Eroberung. Die geographischen VerhältnisseGriechenlands erklären zum Theil diese Zersplitterung durch die^Streuung seines Gebiets nicht blos im Archipel, sondern aucha Uch auf dem Kontinent, wo es durch Meerbusen, Landzungen undGebirgsketten in eine grosse Zahl unabhängiger Gebiete zersplittert^ Zu dieser Ursache kommt noch eine soziale, welche in derGleichheit dieser Bevölkerungen besteht, die beinahe gleichzeitigrivilisirt worden sind, unter dem Einfluss einer beinahe für alle ge-meinschaftlichen Sprache, von Kolonien mit ähnlichem Ursprungllt 'd ähnlichen sozialen Eigenschaften. Jedes einzelne dieser Völker"är ebenso wie das Römische bereit, eine allgemeine EroberungZu vollführen, aber konnte wegen der obigen Gründe, trotz immerer üeuerter Versuche, schliesslich selbst die nächsten sich nichtriiterwerten, sondern musste seinen kriegerischen Eifer in entferntenAgenden geltend machen. Deshalb war das atheniensische VolkSe lbst zur Zeit seines offenbaren Uebergewichts im Archipel, ing 8le n und in Thrazien auf einen Landstrich in der Mitte beschränkt,kaum die Grösse eines französischen Departements erreichte.J* konnte z. B. Athen viel eher die Eroberung Egyptens oder/ykiiiHsiens sich vorsetzen, als die von Sparta , oder Theben, oder°rinth, oder der kleinen Republik Megara .
Uie kriegerische Thätigkeit hatte bei diesen Völkerschaften?me Stärke, dass sie die Entwickelung der theokratischen Verfassung^mdern konnte; aber diese einander gegnerischem Völkerschaften
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d retl in militärischer Hinsicht ziemlich gleich stark und hoben^durch sich gegen einander auf. Das kriegerische Leben erlangtee * ihnen nicht ein solches Uebergewicht, um, wie in Rom , alle^ deren Fähigkeiten bedeutender Männer unausgebildet zu lassen.di ^alb bildete sich für das geistige Leben eine Gehirnthätigkeit,„ e üiuuer angeregt wurde, und sich durch die Politik nicht be-ll e< hgt fand. Der gleiche Einfluss wirkte bei den Massen undsie an einer solchen Kultur und namentlich an den schönendüsten Geschmack Anden .