208
Dreiundfünfzigste« Kapitel.
dankt. Ausserhalb der mathematischen Untersuchungen gab esdamals kein anderes Gebiet für den wissenschaftlichen Geist. Trotzder verdienstlichen Arbeiten des Aristoteles über die Thiere, unddenen des Hippokrates über das menschliche Leben, konnte derZustand des menschlichen Geistes noch keine Wissenschaften e r 'möglichen, welche gleich verwickelt waren, und deren Bildung derZukunft Vorbehalten blieb.
Die philosophische Entwickelung zeigt Spuren einer werdendenPositivität, die durch Vermittelung der Metaphysik, das Systemder theologischen Philosophie veränderte. Der menschliche Geldbestrebt sich, aus den mathematischen Auffassungen die Ideen derOrdnung und des Angemessenen zu schöpfen, die trotz ihres ver*worrenen und chimärischen Charakters gleichsam ein Vorgefühlvon der Unterordnung aller Vorgänge unter ihre natürlichen G e 'setze sind. Dieses Anlehen der Philosophie bei den Wissen'schäften, welche die Grundlage der griecliischen Metaphysik bildetenfolgte dabei dem Uebergange des mathematischen Geistes von derArithmetik zur Geometrie. Die philosophischen Geheimnisse, di csich anfänglich auf Zahlen bezogen, dehnten sich in der Folge »'ddie Figuren aus. Die ausgezeichneten Schriften des AristoteD 9bilden das wunderbarste Monument dieser Philosophie, weld 1 * 1nach der von der Alexandrinischen Schule ausgeführten Trennungvon dem spekulativen Aufschwung zu einer mehr und melu- thätig el1sozialen Stellung übergeht, indem sie sich bemüht, auf die liegr frung der Menschen einzuwirken. Allein die Unfälligkeit derphysik als Prinzip für die geistige und noch viel mehr für d ,esoziale Organisation tritt in dieser Epoche deutlich hervor, ' vönichts deren Aufschwung behinderte. Der starke Fortschritt mgemeinen Zweifels dehnt sich schnell von einer Schule zur aud erl1aus, von Sokrates bis zu Pyrrhon und Epikur in BetreffLeugnung der äusseren Dinge. Diese Entwickelung, welchemit der Idee von Naturgesetzen nicht verträgt, zeigte schontiefen Gegensatz des metaphysischen und positiven Geistes, als slCdiese Trennung der Philosophie von der Wissenschaft vollzog, d el ' eI 'Nothwendigkeit Sokrates mit richtigem Sinne begriffen ha^ e 'aber ohne deren Grenzen noch deren Gefahren zu ahnen.
Die mehr und mehr auflöseude soziale Thätigkeit, welche