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Zweiter Band.
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Dreiundfilnfzigstes Kapitel.

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Tlieil des römischen Reiches zugehören, welcher einerseits mehrfür den Monotheismus und damit für das Dasein einer unabhängigengeistlichen Gewalt vorbereitet war und andererseits, in Folge einerstärkeren und eigenwilligeren Nationalität, seit seiner Vereinigungmit dem römischen Reich die Unbequemlichkeit einer Isolirungmehr empfand. Ein solcher Theil musste nothwendig nach demAufhören dieser Vereinsamung streben, - ohne seinem Glauben zue ntsagen, vielmehr um denselben weiter zu verbreiten. Nach alle-rem kann man den Beruf der kleinen jüdischen Theokratie nichtErkennen, welche der egyptischen Theokratie zugehörte, ja vielleichtselbst der chaldäischen. Diese jüdische Theokratie ging wahrschein-lich aus einer Art von Colonisation der priesterlichen Kaste hervor,deren höhere Klassen schon zu dem Monotheismus gelangt warenl md veranlasst waren, in Form des Asyls oder Versuchs eine reinmonotheistische Kolonie zu begründen. Trotz der Abneigung derNiederen Klassen gegen eine so unreife Einrichtung, erhielt sichdoch der Monotheismus eine mühsame, aber reine und ergebeneExistenz, wenigstens seit der Zeit, wo die zehn Tribus sich trennten,bis zur römischen Verschmelzung. Diese Völkerschaft war geradedurch ihren eitlen Stolz vereinzelt, welcher liier noch mehr dena Wgläubischen Geist der Nationalität steigerte, der allen Theo-kratien eigen ist.

Um die Tragweite meiner Lehre besser darzulegen* habe ichgeglaubt, eine solche Initiative so charakterisiren zu müssen. DieseUntergeordnete Beurtheilung trifft, selbst wenn sie so zweifelhaftWäre, als sie für mich unzweifelhaft ist, nicht das Wesen der^ a che. Die Gesammtheit der geistigen und sozialen Ursachen,Reiche diese Bewegung beherrscht haben, zeigen, dass im Mangeler jüdischen Initiative an der Entwickelung andere Organe nichtgefehlt haben würden, welche ihr die gleiche Richtung gegebena tten, indem sie nur auf andere, vielleicht verlorene Bücher diemligkeit übertragen haben würden, welche sich an die gegen-wärtigen geheftet hat.

_ Der Art ist die Beurtheilung des gesammten Polytheismus.c '‘ habe meine Darstellung auf blosse methodische Angaben be-8 cl mänkt, ohne mich mit formellen Beweisen aufzuhalten; denn