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Vierundfünfzigste» Kapitel.
entspricht. Die Art der Wahl des höchsten geistlichen Würden-trägers ist ein Meisterstück politischer Weisheit. Die Bürgschaftenfür die Dauerhaftigkeit und die nöthige Vorbereitung waren sobesser gesichert, als durch den empirischen Ausweg der Vererbung'Die Reife der Wahl wurde theils durch die Weisheit der Wählen-den begünstigt, theils durch das Recht, aus jeder Rangstufe derHierarchie den Mann zu wählen, welcher nach einem unerlässlichenNoviziat am besten geeignet war, der geistlichen Regierung vor-zustehen. Die Gesammtheit dieser vorsichtigen Massregeln stimm!zu der Wichtigkeit des hervorragenden Amtes, in dem die katho-lischen Philosophen mit Recht die Grundlage des ganzen Gebäudesgesehen haben.
Die klösterlichen Einrichtungen gehörten zu den unentbehr-lichsten Elementen; sie sind aus dem Bedürfniss hervorgegangeöidas im Beginn des Katholizismus die der Betrachtung sich wid-menden Geister empfanden, sich der Zerstreuung und dem Ver-derbniss ihrer Zeit zu entziehen. Sie waren die Wiege, wo di 6wichtigsten Gedanken des Christenthums, sowohl im Dogmatischemwie selbst im Praktischen sich bildeten. Ihre Einrichtung wurdespäter die Lehrlingszeit der betreffenden Klasse, deren tätigstMitglieder hier oft sich einfanden, um die Energie und Reinheitihres Charakters wieder aufzuffischen. Die Gründung und dr eReformation der Orden gewährte auch dem politischen Genie en 1glückliches Hervortreten. Ein solches System würde in den euro-päischen Verhältnissen die ihm nöthige Bedingung der Ällgemei 11 'heit nicht erlangt, noch bewahrt haben, und der Geist der Natio-nalität würde sie schnell bei Seite geschoben haben, wenn clie 9t!betrachtende Miliz nicht unmittelbar den Gedanken daran wied erwachgerufen hätte, indem sie dem Bedürfniss das Beispiel der Unab-hängigkeit gewährte. Die Bedingung für die Wirksamkeit, welch 6den von mir bezeichneten Eigentümlichkeiten gemeinsam w!ir 'lag in der bedeutenden Erziehung der Geistlichkeit, welche <h eFähigkeiten der Geistlichkeit zu allen Anderen überlegenen erhobund zwar nicht blos in Kenntnissen, sondern auch in politisch 611Talenten. Die neueren Verteidiger des Katholizismus zeigen d el1Werth solcher Erziehung, aber sie schätzen nicht genug die En Jführung des Geschichtsstudiums, wenigstens das der Kirche 11