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Zweiter Band.
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Fünfundfünfzigstes Kapitel.

Verirrungen anwendete, um damit die einfachsten moralischen Be-griffe zu verwirren. Noch jetzt hört man durch seinen Einflussdie Vertheidigung des rohesten Uebergewichts der Leidenschaftenüber die Vernunft. In dieser Weise wurden die philosophischenSchulen des vorigen Jahrhunderts, sei es durch die Ohnmacht einerrein verneinenden Metaphysik, oder durch die Ausartung einersophistischen Lehre, zu moralischen Irrthtimem hingerissen, ähnlichdenen der Schule Epikur’s . Ein solches Ergebniss beweist mehr alsalles Andere den rein vergänglichen Zustand der metaphysischenPhilosophie, welche nur zerstören konnte und die einfachstenmenschlichen Verhältnisse nicht zu regeln vermochte. Indess darfdiese Unfähigkeit nicht den Verfall der theologischen Philosophieübersehen lassen. Wenn die eine die Moral verkehrt hat, so hatdie andere nicht verstanden sie zu schützen, vielmehr hat sie aufdie Moral den Verfall der Theologie zurückwirken lassen.

Ich bin endlich mit der Untersuchung der revolutionären Be-wegung zu Ende, welche seit dem 14. Jahrhundert die Menschheitzum Verlassen des theologischen und militärischen Systems ge-trieben hat. Zu der Zeit, zu der wir gelangt sind, war die Ver-fassung dieses Regiments in seinem Prinzip und in seinen Ele-menten zerstört und zu einer eitlen weltlichen Diktatur herab-gesunken, welche kaum zur Aufrechthaltung der materiellen Ord-nung genügte.