Siebenundfünfzigstes Kapitel.
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wichtigsten Grundlage des alten sozialen Systems. Die Revolutionhat noch einen letzten Angriff auf die politischen, geistigen undmoralischen Bedingungen der alten geistlichen Macht' vollzogen.Die Unterwerfung des geistlichen Standes unter die weltliche Machtist gesteigert worden; die Geistlichkeit hat den gesetzlichen Einflussauf das häusliche Leben verloren, dessen Schein sie wenigstensnoch hei den protestantischen Bevölkerungen sich bewahrt hat.Der Bestand der Geistlichkeit, welche ihrer Güter beraubt worden,ist von den jährlichen Entscheidungen einer Versammlung vonungläubigen Laien abhängig, die meistentheils den priesterlichenKörperschaften nicht günstig gesinnt sind. Indem Bonaparte ohneernstliche Opposition die Wiederherstellung eines Kultus gestattete,welcher einem zurückgebliebenen Theil des Landes noch theuer war,legte die französische Nation dem Klerus unter der stillschweigen-den Bedingung einer nunmehr ins Belieben gestellten Herrschaft dieVerpflichtung auf allem politischen Einfluss zu entsagen. Bei demnächsten ernstlichen Versuch einer rückschrittlichen Reaktion zuGunsten einer Macht, die sich bei einer solchen Erniedrigung nichtberuhigen kann, wird die Nation sich ohne Zweifel entschliessen,das Budget der Kulten zu beseitigen, indem sie den einzelnen Gläu-bigen die Unterhaltung ihrer Pastoren überlässt. Nun wird einesolche Maassregel, welche bei den Sitten der Amerikaner dem geist-lichen Stande sehr günstig ist, sofort dessen Untergang in Frank-reich und demnächst in allen katholischen Ländern vollenden.Kbenso hat die Revolution den geistigen Verfall der katholischenOrganisation erheblich dadurch steigern müssen, dass sie in allenKlassen für die Befreiung der Geister wirkte. Eine Nation, die'Während mehrerer Jahre gegen die gesetzliche Unterdrückung desöffentlichen Kultus sich nicht erhebt und in ihren alten Kathe-dralen ruhig den Predigern eines kühnen Atheismus oder einesdem alten Glauben nicht weniger feindlichen Deismus zuhört,hat ihre theologische Befreiung genügend bewiesen. Selbst ge-hässige Verfolgungen konnten den religiösen Eifer nicht wiederErwecken, dessen Quellen vertrocknet waren.
Seitdem eine vollständige Befreiung unter den Gebildetenhäufig wurde, haben zahlreiche Beispiele, unter denen das tugend-hafte; Leben des Spinoza immer hervortreten wird, bewiesen, dass