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Siebenundüinfzigstes Kapitel.
Trennung der wichtigsten Kolonien nach drei Jahrhunderten zerstörtwurde, alle ernstlichen Erneuerungen jener bedeutenden Kriege ge-hindert, welche durch dieses Regiment veranlasst worden waren.England allein macht hier eine Ausnahme, die wahrscheinlichvorübergehen wird, und so sind in Europa die letzten Beweggründeder modernen Kriege verschwunden.
Der Verfall des militärischen Regiments und Geistes zeigtsich im letzten halben Jahrhundert in der Erneuerung der gewalt-samen Rekrutirung, die zuerst in Frankreich geschah, um denausserordentlichen Bedürfnissen der nationalen Verteidigung unddann den dauernden Anforderungen des kaiserlichen Regiments,welches ihr nachfolgte, zu genügen. Diese Erneuerung, dieseit dem Frieden ihre anfängliche Notwendigkeit überlebt hat,zeugt für die friedlichen Gesinnungen der modernen Völker. Manfindet bei ihnen wohl noch freiwillige Offiziere, allein keineoder doch nur wenige Soldaten gleicher Art. Zugleich hilft siedie kriegerische Sitte und Thätigkeit zerstören, indem sie dieBesonderheit einer solchen Beschäftigung aufhören lässt und dieArmeen aus Massen bildet, denen das kriegerische Leben zuwiderist und das für sie eine Last geworden, die sie nur in Hoffnungeiner baldigen Befreiung erträgt.
Die grosse militärische Zurüstung, die in den civilisirtenLändern beibehalten ist, müsste für eine dem Frieden entgegen-gesetzte Stimmung zeugen, wenn die scheinbare Anomalie sichnicht aus der Nothwendigkeit einer revolutionären Krise erklärte,die sich mehr oder weniger über ganz Europa erstreckt. Die Auf'rechthaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung, welche für dieHeere früher nur eine nebensächliche und zeitweilige Aufgabe war,bildet jetzt ihre wichtigste Pflicht. Da diese Lage nicht genügendbegriffen wird, so greifen die jetzigen Regierungen oft zu wenigpassenden und selbst gefährlichen Kunstgriffen, um mittels desvermeintlichen Bevorstehens eines doch unmöglichen Krieges jeneausgedehnten kriegerischen Vorbereitungen zu begründen, diesie durch ihre wahre Bestimmung nicht zu rechtfertigen wagen.Indess wird der militärische Stand doch nicht von einem gleichenMisstrauen betroffen werden, wie das, welches den priesterlichenStand bedroht, da nichts das jetzige Militär und namentlich