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Zweiter Band.
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SiebermndfüniV.igstes Kapitel.

durch den fortwährenden Anstoss Euler’s vollendet. Mongedehnte die Geometrie durch seine Lehre von den Familien derOberflächen aus. Lag ränge vervollkommnete die rationelle Mecha-nik durch die vollkommene Einheit, die er ihr aufdrückte, und umeine mathematische Philosophie zu begründen, welche sich auf ehieErneuerung der transcendenten Rechnung stützte, unternahm erin demselben Geist eine Umgestaltung aller jener grossen Auf-fassungen in der Rechnung, der Geometrie und Mechanik.

Die Geometrie des Himmels konnte im Vergleich zu denender Mechanik des Himmels nur geringere Fortschritte aufweisen.Indess muss die Entdeckung des Uranus und seiner Trabanten,sowie der vier kleinen Planeten zwischen Mars und Jupiter er-wähnt werden.

Die Physik fand neue Hülfsquellen in der mathematischenRechnung und wurde durch eine Menge experimentaler Begriffebereichert, namentlich in der Optik und Elektrizitätslehre. Hierhergehören die Arbeiten von Malus, Fresnel, Young, Volta, Oer-stedt und d’Ampere. Die Fortschritte der Chemie bestanden inder üahlenmässigen Bezeichnung der chemischen Formeln und ineiner Reihe elektrischer Studien.

Trotz der Fortschritte in der unorganischen Wissenschaft wirddiese Zeit doch besonders durch die Schöpfung der Biologie gekenn-zeichnet. Auch muss der Auflassung Bicliat’s gedacht werdenüber den Dualismus in lebenden Wesen und über die Lehre vonden Geweben; so auch der sich folgenden Anstrengungen von Vicq-d’Azyr, Lamarck und der deutschen Schule, um die Rangordnungder Tliiere festzustellen, die von Blain ville in ein System ge-bracht wurde. Gail führte das Studium der höchsten individuellenVerrichtungen in den Kreis der Wissenschaften zurück. Auch darfder vorzeitige Versuch nicht übergangen werden, durch welche daskühne Genie von Broussais die Gründung der pathologischenPhilosophie erreichen wollte. Im Ganzen aufgefasst hat diesewunderbare Bewegung in der Biologie mehr als alle andere»zum Fortschritt des menschlichen Geistes bei getragen.

Der soziale Einfluss der Wissenschaften wuchs damals in er-heblichem Maasse. Inmitten der stärksten politischen Stürme er-hoben sich wichtige Anstalten für die Verbreitung des wisse»'