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Zweiter Band.
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Siebenundfünfzigstes Kapitel.

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schaftlichen Unterrichts. Frankreich begründete das wunderbaremetrische System, welches dereinst von allen civilisirten Völkernangenommen werden wird.

Das wichtigste Hinderniss für die Erhebung einer Klassegeht beinahe immer von dem Widerstande derer aus, die behufsihrer Theilnahme sich einer schwierigen Vorbereitung unterziehenmüssen. So begegnete selbst Papst Hildebrand, bemüht, die katho-lische Geistlichkeit an die Spitze der europäischen Gesellschaft zustellen, seinen gefährlichsten Gegnern in der Priesterschaft, welchemehr vor der geistlichen Reform erschrak, die ein solcher Triumphverlangte, als von einem Uebergewicht, das persönlich zu gemessendie Mehrzahl ihrer Glieder wenig Hoffnung hatte, gereizt war. Mandarf deshalb wegen des Widerwillens, den die Geleimten gegeneine Umwandlung haben, ohne welche die moderne Wissenschaftkeinen wahren politischen Einfluss erlangen kann, weder erstaunen,noch sich beunruhigen.

Da die Bildung der verschiedenen Wissenschaften nach einandererfolgte, so konnte der positive Geist seine Thätigkeit nicht inJedem Falle entwickeln, wenn nicht die verschiedenen Klassen derabstrakten Spekulationen gebildet wurden. Aber die Bestimmungdieser anfänglichen Einrichtung zeigte gleichzeitig ihre vorüber-gehende Natur. Im 17. und 18. Jahrhundert fühlten die beidenersten Gesetzgeber der positiven Philosophie, Bacon und Des-cartes, im Voraus, wie das Uebergewicht des Geistes der Ana-lyse nur ein vorläufiges sein würde. Unter ihrem kräftigenAnstoss verfolgten die vernünftigeren Gelehrten dieser beidenJahrhunderte beinahe immer ihre wichtigen Arbeiten, weil siedarin unerlässliche Materiahen für den weiteren Ausbau einespliilosophischen Systems erblickten. Aber die von früher ange-nommenen Gewohnheiten haben dies Vorherrschen der SpezialitätenZl > einer höchst verderblichen Uebertreibung geführt.

Ein solches Vorherrschen stellt sich dem ganzen Wesen deswissenschaftlichen Geistes entgegen. Das Studium der verschie-denen Klassen von Vorgängen kann allein die verschiedenenEigenschaften der Positivität erkennen lassen. Die jetzigen Ge-ehrten kennen aber nur vereinzelte Bruchstücke, von denen keinesIhr die Erfassung des Ganzen genügt. Diese sonderbare Lage,

Comte-Rig, positive Philosophie, II. 26