Siebenundfünfzigstes Kapitel.
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in cler ersten Uebung der militärischen Thätigkeit, wie in dernatürlichen Neigung zur Erblichkeit der Gewerbe, welche zurAusbildung der häuslichen Ordnung geführt hat. Jedenfalls hatdie Natur dieser ersten Religion die Errichtung eines regelmässigenKultus verzögert, welcher von einer besonderen Priesterschaftgeleitet wird. Deshalb sind die sozialen Eigentümlichkeiten dertheologischen Philosophie, welche wesentlich an eine priesterhcheKlasse gebunden sind, so lange verhüllt gebheben.
Die Periode des Fetischglaubens theilt sich in zwei Abschnitte;die erste befasst den eigenthchen Fetischdienst, die zweite die An-betung der Gestirne, während welcher diese anfängliche Philosophiesich auf die allgemeinsten und am wenigsten zugänglichen Körperausdehnt. Als dann der Fetischglaube zur höchsten Vollkommen-heit, deren er fähig war, gelangt war, hat er die Entwickelungeines wirklichen Priesterthums veranlasst und dieser Klasse, welchesich aus der menschlichen Gesellschaft erhob, zu einer Ausdehnungund Dauer verholten, welche sich auf gemeinsame Meinungen undauf eine Unterordnung stützte, wie sie der religiösen Weise eigen-tümlich ist. Der gleichzeitige Uebergang vom nomadischen zumsesshaften Leben hat diesen sozialen Einfluss verstärkt. Einesolche Gestaltung war dem Aufkommen des Polytheismus förder-lich , ja sie hatte denselben vorzubereiten. Das religiöse Prinzipwird dann tief verändert. Die beginnende göttliche Thätigkeit,Welche daraus entsprang, dass alle Vorgänge wie menschhcheHandlungen genommen wurden, wird den reehen Wesen abge-bonimen und eingebildeten Wesen zugetlieilt, die allmählich unterdem weiteren Antrieb der menschlichen Vernunft beseitigt werdenkönnen.
Der Polytheismus fallt in die Hauptepoche des religiösen Le-bens. Der Antrieb, welchen die Phantasie durch ihn erhielt, warWährend der langen Zeit seiner Herrschaft dem geistigen Auf-schwünge günstig. Auch hat er einen günstigen Einfluss auf die^dustrielle Entwickelung geübt, welche der Fetischglaube durchseine Heiligung der Materie gehemmt hatte. Die leichten Mittel,Welche er für die Erklärung der Vorgänge bot, hessen ihn den•^ e ginn der wissenschaftlichen Entwickelung begünstigen; vorzugs-weise hat er aber die ästhetische Erziehung geleitet. In sozialer