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Zweiter Band.
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Siebenundfünfzigstes Kapitel.

Entwickelung aufgestellt, welches in dem Uebergange der Mensch-heit in drei einander folgenden Zuständen besteht, dem theolo-gischen, dem metaphysischen und dem positiven Zustand. Mittelsdieses Gesetzes habe ich die grossen geschichtlichen Gestaltungenzu erklären und deren wahrhaften Charakter zu beurtheilen vermocht.Es ist daraus zum ersten Male der Begriff einer gleichartigen undsteten Reihe in dem ganzen Laufe der Vergangenheit von demersten Erwachen des Verstandes und der Geselligkeit bis zur Gegen-wart hervorgegangen. Trotz der grossen Länge dieses Zeitraumserscheint er als erfüllt von den verschiedenen Stufen des theolo-gischen und metaphysischen Zustandes. Diese bilden die vorläufigeErziehung unserer Gattung, deren schliesslicher Zustand nur erstdurch die theilweise Entwickelung neuer sozialer Elemente hervor-getreten ist. Ich bin dem theologischen und militärischen Lebenin seiner Ausdehnung gefolgt, indem ich zunächst dessen Ursprung,dami seine volle Ausdehnung und schliesslich seinen Verfall be-trachtet habe. Diese drei Hauptgestaltungen der Vergangenheitentsprechen den drei Formen des theologischen Geistes, der desFetischthums bei seinem ersten Erwachen, der polytheistischenForm zur Zeit seines grössten Glanzes und der monotheistischenbei dessen Verfall. Die geschichtliche Untersuchung sollte vor-züglich zeigen, wie jedes dieser drei Zeitalter nach seiner Weise ander menschlichen Entwickelung Theil genommen hat.

Wie unvollkommen auch der Fetischglaube sein mag, so hater doch das Verdienst, die Geisteskräfte und die Anlage zur Ge-meinschaft aus ihrer anfänglichen Erstarrung erweckt zu haben.Indem er den Grund aller theologischen Philosophie bildet, ent-spricht er dem Zeitraum, wo der religiöse Geist allein herrschtund weder durch die Metaphysik verändert, noch durch die Wissen-schaft gehemmt ist. Auch bietet die geistige Herrschaft des theo-logischen Prinzips nach diesem ersten Zeitalter trotz blendendenScheines eine stete Abnahme während der übrigen Perioden desreligiösen Lebens. Der Bestand des Fetischglaubens hat zuerstdie menschliche Entwickelung veranlasst, sowohl in der Industrie,wie in den Künsten, ja selbst in den Wissenschaften; nur hat ersie später durch seine lange Dauer gehemmt. In sozialer Hinsichtfindet man bei ihm die Keime der Organisation der Alten, sowohl