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Zweiter Band.
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Siebenundl'ünfzigstes Kapitel.

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Regiment begünstigte die Entwickelung neuer sozialer Elemente,indem es die alte Sklaverei zunächst umgestaltete und späterunterdrückte, und so den Aufschwung des industriellen Lebensgestattete, das ein wesentlicher Bestandtheil des modernen Lebensist. In spekulativer Hinsicht unterstützte dieses Regiment diewissenschaftliche Entwickelung, so weit sie in Bezug auf den Mono-theismus eine Harmonie bewahrte, welche bei dem Polytheismusnicht lange bestanden hatte. Ausserdem fand die ästhetischeEntwickelung, obgleich sie durch ein solches System weniger er-muthigt wurde, eine Verschmelzung mit der Gesellschaft, welcheder von dem Alterthum verwirklichten überlegen war.

Das Mittelalter theilt sich in zwei Epochen; die erste gehtv om 5. bis zu dem 7. Jahrhundert; sie enthält die erste Bildungder neuen Gesellschaft beim Beginn der Einfälle und die Um-bildung der Sklaverei in die Hörigkeit. In der folgenden Epocheentwickelt das monotheistische Regiment alle seine Eigenschaften,indem es die geregelte Unabhängigkeit der geistlichen Gewaltheiligt und die militärische Thätigkeit für die Abhaltung der Ein-fälle verwendet. Diese zweite Epoche lässt sich in zwei Abschnitte,deren jeder ohngefähr drei Jahrhunderte befasst, theilen, je nachdemdie feudale Thätigkeit sich gegen die wilden Polytheisten desNordens oder gegen den muselmännischen Monotheismus wendet.Im ersten Abschnitte suchen beide Gewalten sich zu befestigen;folgt der Hörigkeit die Freiheit der Person; die städtischeevölkerung wird in das arbeitsame Leben eingeführt und entfaltethie neue industrielle Thätigkeit; die modernen Sprachen bilden®ich heraus, je mehr die Menschheit sich von dem alten Gesell-Sc haftsleben entfernt, und bereiten so einen wahrhaft originalenas thetischen Aufschwung vor; das wissenschaftliche und philoso-phische Element, welches ausserhalb der alten Gesellschaft blieb,^ e ginnt sich der neuen Gesellschaft einzuverleiben.

Die letzte Periode ist die glänzendste des monotheistischen^ e giments; seine Reife zeigt sich in der politischen Unabhängigkeith e r geistlichen Macht und in der Errichtung der feudalen Rang-° r <lnung. Dieser mächtige Organismus vollendet dann seine edelsteVgabe, indem er der Moral das Uebergewicht über die Po->tik giebt und indem er den Kern der Menschheit vor der er-