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Siebenundfünfzigstes Kapitel.
eine erste Skizze der positiven Oekonomie, welche durch ihreGleichartigkeit gefestigt ist, begreifen; denn in einer solchenOekonomie kann keine Klasse die Würde der oberen Klassen ver-kennen, ohne zugleich die seinige in Bezug auf die niederenKlassen zu schädigen, und diese letzteren werden nicht vergessendürfen, dass das Prinzip der Klassifizirung mit dem, welches diehöhere Stellung des Menschen über alle Thiere rechtfertigt, zu-sammenfällt. Wird dasselbe Prinzip auf die häusliche Ordnungausgedehnt, so ergiebt es das Gesetz für die Unterordnung derGeschlechter.
In umgekehrter Beziehung bietet die soziale Oekonomie eineAusgleichung, welche alle übertriebenen Ansprüche zu beseitigengeeignet ist; denn in dem Maasse als die Arbeiten mein- besondereund konkrete werden, wird ihr Nutzen auch ein mehr unmittel-barer, weniger bestrittener und deshalb mehr gesicherter. Zugleichist der Mensch dann unabhängiger und seine Verantwortlichkeitbeschränkter, da die Beziehungen enger sind und den nöthigstenBedürfnissen unmittelbarer entsprechen.! Wenn die ersten Stel-lungen die Ehre ausgedehnter und schwieriger gemeinsamer Ar-beiten gemessen, so können doch die niederen sich eines sichererenund dringenderen Amtes rühmen. Bei der entsprechenden Be-schränkung ihrer Forderungen können letztere durch sich selbstbestehen, während erstere dies niemals vermögen.
Hinsichtlich der Grade des materiellen Uebergewichts, welcheshauptsächlich nach dem Reichthum sich bestimmt, zeigt die positiveRangordnung entgegengesetzte Ergebnisse, je nachdem man diespekulative oder die praktische Klasse betrachtet. In erstemnimmt dieses Uebergewicht ab und in der letzteren zu, wenn manbei beiden der aufsteigenden Rangordnung folgt, da der Reichthumvon zwei Bedingungen abhängt, welche in ihrer grössten Stärkeeinander entgegengesetzt sind, nämlich von der allgemeinerenAusdehnung und dem unmittelbareren Nutzen. So lange diemenschlichen Arbeiten bei ihrer Verallgemeinerung doch so konkretbleiben, dass ihre Nützlichkeit auch von Menschen gewöhnlichenVerstandes beurtheilt werden kann, führt diese Ausdehnung zueiner grösseren Belohnung der geleisteten Dienste; wird aber diesesoziale Thätigkeit zu abstrakt und gestattet sie nur eine ver-