Siebenundfünfzigstes Kapitel.
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zerstreut sie die Ursachen der Selbsttäuschungen, der missglücktenPläne und der Unruhen. Bei Untersuchung des Unzureichendender Metaphysik stellt sie den relativen Gesichtspunkt über den unbe-dingten Gesichtspunkt und legt dar, dass das einzige Mittel füreine gesunde Beurtheilung des jetzigen Zustandes darin besteht,dass man ihn als das Ergebniss der Vergangenheit auffasst. Dieneue Philosophie kennzeichnet die verschiedenen Zeitabschnitte alsdie Stufen ein und derselben Entwickelung, bei welcher das mensch-liche Geschlecht sich mehr und mehr entfaltet hat. Sie erkenntdas Leere der ontologischen und literarischen Studien, durch dieman sich gewöhnlich auf die sozialen Untersuchungen vorbereitet,und sie lässt von der Stellung der Soziologie innerhalb der Rang-ordnung der Wissenschaften die schwierigen Bedingungen einessolchen Studiums abhängen. Daraus ergiebt sich der Ausschluss einerMenge von ungeeigneten Geistern und die Beschränkung dieser wich-tigen Fragen auf die Männer, welche durch ihre Einsicht hierentsprechend vorzugehen vermögen.
Wenn die Erfordernisse von den Staatsmännern nicht u'efiihlt
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werden, die aufrichtig nach einem Mittel für die Hemmung desGeistes der Unordnung suchen, so liegt es daran, dass ein kläglicherEmpirismus ihnen jede Fähigkeit genommen hat, um das Ergeb-niss unserer jetztzeitigen grossen Erfahrungen zu erfassen. Dasneue Regiment legt den europäischen Regierungen kein anderesOpfer auf, als dass sie der Hoffnung entsagen, einen alten Orga-nismus ohne Ende zu bewahren, dessen wesentliche Elemente schonverfault sind.
Die revolutionäre Schule, in der allein noch der Geist desFortschrittes besteht, ist durch ihre metaphysischen Gewohnheitenan der Würdigung der positiven Philosophie gehindert. Einelange Erfahrung gestattet, die Ohnmacht der Lehren dieser Schulezu konstatiren, die logisch genöthigt ist, die Prinzipien des altensozialen Systems für die wahrhaften anzuerkennen, obgleich siedoch bei diesem System die wichtigsten Bedingungen seiner Exi-stenz nicht anerkennt. Das Bedürfniss nach irgend welchem Neubauhat sie zu einem Schattenbild von Organisation geführt, das inUnbestimmter W eise den religiösen Glauben und den kriegerischenEifer wieder erwecken soll, die doch ihre wichtigsten Stützen ver-
Oomte-Rig, positive Philosophie. 1L ' 29