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Achtimdfünfzigstes Kapitel.
Das Ganze dieses Werkes befreit mich von dem Beweis derLeerheit jener Unruhe, die das Ueberge wicht des soziologischenGeistes in Bezug der verschiedenen Zweige der Wissenschaft desUnorganischen erregen könnte; inbesondere für die Mathematik.Diese Furcht wäre unbegründet bei einem Prinzip, welches seinUebergewicht auf alle die anderen Weisen des positiven Geistesstützen muss.
Die soziologische Lehre zeigt, dass die Erziehung des Einzelnendie der Gattung wiederholen muss, wenigstens in jeder ihrer wich-tigsten Gestaltungen. Dies im Beginn dieses Werkes aufgestelltePrinzip der positiven Logik ist fortwährend bestätigt worden. Diemathematischen Untersuchungen werden deshalb für den Einzelnenimmer das Vorrecht behalten, was sie bei der Gattung geübt haben,nämlich die Unterlage der Positivität zu bilden. Man darf indessnicht vergessen, dass der einfachste Grad der positiven Thätigkeitdie Modifikationen einhalten muss, welche in den verschiedenenKlassen der Vorgänge bestehen.
Nach dieser Erörterung, die den Geist der neuen Philosophiekennzeichnet, habe ich nun zunächst die Natur und die Bestimmungder positiven Methode, und sodann die Einrichtung und Entwicke-lung derselben zu betrachten.
Die neue Philosophie unterscheidet sich von der alten durchihr Bestreben, alle Untersuchungen über die ersten Ursachen oderdie letzten Ziele als eitel zu beseitigen. Sie beschränkt sich aufdas Studium der Beziehungen, welche die Gesetze für alle in dieBeobachtung zu stellenden Ereignisse bilden und die damit ge-statten, dass die einen aus den andern vorausgesehen werdenkönnen. So lange diese Vorgänge einem übernatürlichen Willenzugeschrieben werden, können die Untersuchungen über den Ur-sprung und die Bestimmung der verschiedenen Wesen allein esverdienen, dass die thätigsten Geister sich damit beschäftigen.Allein mit dem Verfall des religiösen Geistes sind diese Fragenin dem Maasse, als die geistige Thätigkeit eine bessere Nahrungfindet, allmählich zurückgestellt und für sinnlos erklärt worden.
Mittels der Kenntniss der Natur der positiven Untersuchungenvermag ich das Geschäft der Beobachtung und das der Beurthei-lung so zu bestimmen, dass die Klippen des Empirismus und des