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Zweiter Band.
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Achtundfünfzigates Kapitel.

jener Störung, zunächst in den Vorrichtungen des Gehirns unddann im übrigen Theil der Nerven, die das blosse Auftreteneines schweren und plötzlichen Einbruchs in die Ordnung dernatürlichen Vorgänge veranlasst. Eine genauere Erwägung zeigtindess, dass die Unruhe hauptsächlich von den praktischen Störun-gen kommt, zu welchen der Gedanke daran führt. Der Umstossder äusseren Gesetze würde kaum unsere Aufmerksamkeit erregen,wenn er nur zu Ereignissen führte, die mit unserer Existenznichts zu thun haben. Ohne dass ich auf dieser Erklärung be-stehen mag, muss ich bemerken, dass die Soziologie die Spekula-tion mit dem Handeln in allen möglichen Fällen verknüpft. DieKunst hat angefangen sich der Wissenschaft unterzuordnen; zu-nächst geschah dies in den mathematischen Künsten, sowohl beider Geometrie, wie bei der Mechanik; dann bei den physikalischenund chemischen Künsten und zuletzt in heutiger Zeit in den bio-logischen Künsten, sowohl in Bezug auf die Gesundheit, wie aufdie Krankheiten. Selbst die politische Kunst wird sich nicht mehrvon jeder Theorie fern halten, wenn die öffentliche Vernunft be-merken wird, dass die entsprechenden Vorgänge auf Gesetze zurück-geführt worden sind, die nützliche Winke für die Praxis bieten.Nachdem so die Beziehung der Wissenschaft zur Kunst vervoll-ständigt und geordnet ist, wird sie die Quelle philosophischer An-regungen werden, welche zu dem Wachsen der menschlichenKenntnisse und zur Vervollkommnung des Charakters derselbenbeitragen werden.

Nach dieser Untersuchung der Natur und der Bestimmungder positiven Methode, habe ich noch deren Einrichtung und Ent-wickelung zu betrachten.

Die Einheit des menschlichen Geistes, die Gleichheit seinesGanges in allen ihm zugänglichen Einzelnen lassen annehmen,dass die positive Philosophie schliesslich das Ganze der mensch-lichen Thätigkeit umfassen wird, und zwar nicht blos alle Wissen-schaften, sondern auch alle, sowolil ästhetischen wie gewerblichenKünste. Dessenungeachtet verlangt die Einrichtung der Methode,dass che Spekulation von dem Handeln getrennt bleibe und dasses sich auch mit der Wissenschaft in Bezug zu der Kunst soverhalte.