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Zweiter Band.
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Neunundfünfzigstes Kapitel.

Scheidung, welche die Grundlage der biologischen Philosophie aus-macht. Nur mittels dieser Auffassung konnte man den Antheilbestimmen, welchen man in der Biologie den Anforderungen derPhysik und Chemie einräumen musste. Diese Anforderungen wurdenin dem als berechtigt anerkannt, was die pflanzenartigen Vorgängebetrifft, welche die Grundlage des lebendigen Daseins sind. Da-gegen ist die doppelte Eigenschaft, welche die thierische Naturkennzeichnet, auf unorganische Eigenschaften nicht zurückzuführen,sondern steht einer besonderen Ordnung von Vorgängen vor,welche mit den niederen Akten keine Aehnlichkeit haben. Jeden-falls berechtigt eine solche Theilung die Physiker und Chemikernicht, die erste Ordnung biologischer Studien zu beherrschen. DieAnwendung der unorganischen Lehren ist allerdings unerlässlich,allein den Biologen gebührt dabei die Leitung, denn nur sie könnendie Bedingungen und den Gebrauch übersehen.

Der anatomische Begriff kommt von der Lehre der elemen-taren Gewebe. Es ist dies der gleiche Dienst, welchen die Lehrevon den Molekülen in der Physik und Chemie geleistet haben,deren Benutzung in der Biologie der Natur der Vorgänge zuwidersein würde. Allerdings hat dieser statische Begriff allein demdynamischen Begriff der beiden Leben einen wissenschaftlichenBestand verschaffen können, da man dadurch jeder der beidenArten von Existenz einen deutlich unterschiedenen Sitz selbst beiden vornehmsten Organismen anweisen konnte. Indess würdedieser zwiefache Begriff, trotz seiner innerlichen Bedeutung, nie-mals einen so vollständigen Charakter haben erlangen können,wenn er nicht auf den Menschen beschränkt worden wäre.

Wenn auch der Mensch der wesentliche Gegenstand der Bio-logie ist, so konnte dessen Studium doch so lange kein rationelleswerden, als es sich nur auf den verwickeltsten Organismus be-schränkte. Es konnte nicht mit Erfolg begonnen werden, ehenicht die vergleichende Methode darin mit Erfolg zur Herrschaftkam, welche Methode die Natur solcher Vorgänge so glücklichbehandelt hat, dass die Schwierigkeit dieser wichtigen Unter-suchungen durch einen allmählichen Uebergang überwunden werdenkonnte, der zwischen den sich folgenden Graden der Organisation