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Chs. Darwin's Lehre von der Entstehung der Arten im Pflanzen- und Thierreich in ihrer Anwendung auf die Schöpfungsgeschichte / dargestellt und erläutert von Dr. Friedr. Rolle
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braucht es der Befruchtung, d. h. des Einflusses eines anderen lebendenWesens oder wenigstens des Erzeugnisses eines andern Organ's, desHoodens, um die fernere Entwickelung des Kcim's zu veranlassen,welcher letztere dann unter mannigfachen Einflüssen, alle die Verän-derungen durchmacht, die schließlich zu einem vollkommenen Lebewesensichren.

Agassi; muß nun annehmen, es seien für jene neu und eltcrn-erschaffenen Eier ähnliche Bedingungen zugleich erzeugt worden,wie jene unter denen- die lebenden Vertreter der Typen sich jetzt fort-pflanzen. Welcher Art aber diese erste Erschaffung und die näch-tige Beförderung des Fortwachscns der llr-Eicr gewesen seien, dar-über getraut er sich nicht, weiter Vermuthungen ansznsprcchcn. Offen-bar gibt es nach dem natürlichen Wege der Dinge nur einen Ort,wo das Ei entstehen kann, nämlich der Eierstock eines mütterlichen^besmS und Niemand hat bis jetzt eine andere Möglichkeit irgend-wieoch dargethan. Eine elternlose Erzeugung eines Ei's ist physio-lagisch ebenso sehr eine Unmöglichkeit als die eines erwachsenen In-dividuums einer höheren Pflanzen- oder Thicrform.

Ihren Gipfel erreichte die Agassi;'sehe Weltanschauung mit!ter Theorie der Eiszeit.

Man hat seit einer Reihe von Jahren jene der geschichtlichenEpoche unmittelbar vorausgegangenen und den jüngsten Mecresab-^agerungen der sogenannten Tertiärepoche nachgcfolgten Ablagerungend°n Geröllen, Sand, Lehm und großen Felsblöcken, welche unsereEbenen, den Grund der Thäler und die Abhänge von Hügeln undbergen überdecken, unter dem Namen Diluvium oder diluvialeGebilde zusammengefaßt. Aeltere Geologen hatten sie als Zeugender Noachischen Flnht oder der sogenannten Sündflnht gedeutet undhiervon blieb der Name, die Deutung aber ist längst eine anderegeworden. Selbst Buckland, der in seinem berühmten Werte''llogguioo cüluvümno" die jüngsten angeschwemmten Gebilde noch vonder biblischen Sündflnht ableitete, hat später selbst diese Deutung zu-Wckgenommcn.

Unter diesen Dilnvialgebilden spielt eine Ablagerung von Gc-birgsschutt und großen Fclsblöckcn in der Schweiz und den benach-barten Alpcnländern eine Hauptrolle. Fast die ganze HUgelgegcndzwischen den Schweizer Alpen und dem Jura überdecken mehr oder»linder zusammenhängend eine reichliche Menge von lose liegenden