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Chs. Darwin's Lehre von der Entstehung der Arten im Pflanzen- und Thierreich in ihrer Anwendung auf die Schöpfungsgeschichte / dargestellt und erläutert von Dr. Friedr. Rolle
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Das gewöhnliche Wildschwein wurde sicher erst später gezähmt,als das Torfschwein. Rütimeycr fand erst in den Pfahlbautenaus den späteren Zeiten des Steinalters Reste des gezähmten Wild-schweines, größer als das Torfschwein und mit stärkeren Eckzähncnals dasselbe. Dies ist der älteste Ursprung des gemeinen Hans-schweines, welches jetzt über ganz Europa vorherrschend verbreitetist und in vielen Characterziigen seine Abstammung von der heutenoch lebenden Form des Wildschweines verkündet.

Unser heutiges Hausschwein, dessen Rassen sämmtlich und ohneBeeinträchtigung der Fruchtbarkeit gekreuzt werden können, stammtalso von zwei oder wie sich vielleicht später noch herausstellenkann, von noch mehr verschiedenen wilden Formen ab, deren Ab-kömmlinge jetzt zu einer vielgestaltigen Cultnrform zusammengehen.

Zu ähnlichen aber noch entschiedeneren Ergebnissen gelangteRütimeyer für das Rind, welches Owen in England undNilsson in Schweden früher schon in ziemlich ähnlicher Weistzum Gegenstand ihrer Forschungen gemacht hatten. Im wilden Zu-stande lebte zur Zeit der See-Ansiedler der U r, llo, p,m»i^o»iu8 lloj-,der Urui. des Cäsar. Aber in den Resten von Hansthieren, welchedie Ausbeutung der alten Pfahlbauten lieferte, erkannte RntimePe rdrei Rassen von zahmen Rindern, von denen nur eine vom Ur ab-geleitet werden kann und zwei andere vom Menschen erst in gezähm-tem Zustande aus anderen Ländern eingeführt wurden.

In den Pfahlbauten des ganzen Steinalters herrscht vor allenanderen eine kleine, zartgebaute, schlankgliedrige Rasse mit kleinen,kurzen Hörnern weit vor, Rütinieyer nennt sie Torfknh oderLeu oberer os-Rasse. Sie ist entschieden die zahme Form desim Diluvium und Torf von England, Irland und Scandi-navien fossil vorkommenden llos !ui>o!>>oo ,08 oder L. Ioutz1kroi>8 Ovr.,von welchem zudem auch R. Owen einen Theil der englischenGebirgsrassen des zahmen Rindes und Nilsson das kleinhörnigeRind von Finnland ableiten. In der Schweiz lebt die Torfkuhdes Steinalters mit großer Uebereinstimmung der Charactere im stgenannten Brannvieh oder lhierfarbenen (hellgrauen oder schwarz-braunen) Rind von Gran blind ten, Wallis , Uri u. s. w. nochfort. Wahrscheinlich wurde die Torfknh in gezähmtem Zustande vonjenem Bolksstamm, der zuerst die Pfahlbauten der Schweizer Seen an-legte, aus dem nördlicheren Europa in derSchweiz eingeführt-