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Handbuch der allgemeinen und speciellen Heilquellenlehre / von Josef Seegen
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I. Alkalische Mineralquellen.

Die chemischen Bestandteile, welche alle hieher gehörigenQuellen kennzeichnen, sind: Kohlensäure und kohlensauresNatron, in diesen zwei Stoffen ist die allen alkalischen Mineral-quellen gemeinsame physiologische und therapeutische Wirksam-keit begründet. Die Kohlensäure wirkt erregend auf die Nerven,es werden dadurch insofern sich die Wirkung auf die motorischenNerven erstreckt, die Bewegungen angeregt, es gilt diess zumalfür dieMuskelthätigkeit des Darmtracts, es wird ferner durch denauf die Nerven ausgeübten Reiz grössere Blutströmung nach denvon der Kohlensäure gereizten Organen veranlasst, die Thätigkeitsämmtlicher secernirender Organe wird vermehrt, durch die Ein-wirkung der Kohlensäure auf die Nervencentra werden diese er-regt und es werden dadurch mannigfache Reflexe ausgelöst.

Das kohlensaure Natron wirkt im Magen säurebindend, eserhöht die Blutalcalescenz und begünstigt die Verbrennung undAusscheidung der im Blute angehäuften Säuren.

Alle alkalischen Mineralwässer sind geruch- und farblos, ihrGesclnnack richtet sich nach dem Ilauptbestandtheile, er ist prickelnd,laugenhaft, salzig oder salzig bitter. Die meisten der hieher ge-hörigen Wässer setzen bei längerem oder kürzerem Stehen zahl-reiche Gasperlen ans Glas an. Ihre physiologische Wirkung richtetsich nach dem Ilauptbestandtheile, im Allgemeinen wirken alleerregend auf den Magen, steigern den Appetit, befördern in schwä-cherem oder stärkerem Grade die Thätigkeit des Darmkanals unddamit die Defaecation. Durch alle wird die Nierenthätigkeit un-mittelbar angeregt, ob sie die Diurese wesentlich steigern ist nichtfestgestellt, der nach dem Trinken ausgeschiedene Urin reagirtalkalisch, dass nach etwas längerem Kurgebrauche die gesammteausgeschiedene Harnmenge alkalisch werde, wird behauptet, istaber nicht durch gute Beobachtungen sicher gestellt. Ueber dieEinwirkung auf die Harnbestandtheile liegen leider fast gar keineBeobachtungen vor.

A. Kinfache Säuerlinge.

Die Mineralwässer dieser Quellen sind sehr arm an fixenBes tan dt heilen, und nur durch einen bedeutenden Ge-halt an Kohle nsüure ausgezeichnet. Die Wässer dieser Klasse

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