14. Route. 43
as Dürteni“ sagt ein mittelalterl. Sprichwort) sind jetzt abgetra-gen; an ihre Stelle sind Promenaden getreten. Seitdem hat dieStadt ein ziemlich modernes Aussehen bekommen. Auf einer klei-nen Anhöhe westl. vom Bahnhofsgebäude steht noch durch Eisen-drähte aufrecht gehalten eine der beiden alten Yehmlinden, dar-unter der Steintisch „mit des Reiches Aar“, auf welchem „dasnackte Schwert einst und die Weidenschlinge“ lag, die Stätte deshöchsten Freistuhls des Vehmgerichts auf „roter Erde“ bezeichnend.
Die große Reinoldikirchc^ (Pl. E 3) ist eines der hervorragendstenBauwerke Westfalens im Übergangsstil (xm. Jahrli.), mit Glas-malereien , Taufbecken und Lesepult aus Messing gegossen (xv.Jahrh.), und vorzüglicher Orgel. — Daneben die hoho Marienkirche(Pl. E3), im roman. Stil nach 1150 erbaut, mit got. Chor von 1350;im Hochaltar drei Gemälde eines Meisters der altkölnischen Schule.
— Die vollständig renovierte Petrikirche (Pl. C 3) hat ein spätgot.Altarwerk (36 Gemälde) und Schnitzerei. — Die kath. Pfarrkirche(Pl. D 3), ehern. Dominikanerkirche, gotischen Stils, 1353 vollen-det, hat ebenfalls ein bemerkenswertes , aber schlecht erhaltenesAltargemälde, von Yikt. und Heinr. Dünwegge aus Dortmund (1521). Auf dem Markt (Pl. D E 3) das alte reichstädtische Rat-haus, in der zweiten Hälfte des xin. JahTh. begonnen; am „hohenWall“ (Pl. C3) ein Kriegerdenkmal , 1881 enthüllt; am Königs-wall zwei kleinere Denkmäler, für 1866 und 1870/71.
V 2 St. nördl. von der Stadt (Pferdebahn) der viel besuchteVergnügungsort Eredenhnum mit großen Parkanlagen.
VonDortmund über Witten nacb Hagen 8. R. 18; — über Welver nachllarrm und Soest s, S. 42; — nacb Essen-Duisburg s. S.57.
Von Dortmund nacb Hagen , 22km, Eisenbahn in */< St. — DieBahn überschreitet bei (Skm) Hörde (16300 Einw.), mit bedeutendem Hüt-tenwerk, die Emscfier; Zweigbahn von Hörde nacb (16km) Unna (S. 51).Dann über den Ardey genannten westl. Ausläufer des Haarstrang. — 9kmLöttringhausen , von wo Zweigbahn (14km) über Witten (S.59) nacb Lan-gendreer (S. 57). Von Löttringhausen l 1 /« St. zur Hohensyburg (S. 60). —Dann durch einen 947m langen Tunnel ins Thal der Ruhr. — 16km Her-decke, wo unsere Bahn mit der von Dortmund über Witten kommendenLinie (S. 59) zusammentrifft; nacb Steele s. S. 57. —22km Hagen , s. S. 51.
Von Dortmund nacb Gronau. 96kra, Eisenbahn in 3-4 St. für*#7.70, 5.80, 3.90. — UnbedeutendeStationen. 15km Lünen , mit 4400 Einw.und großen Eisenhüttenwerken. — 32km Lüdinghausen , Kreisstadt (2400Einw.) an der Stever , mit Landwirtschaftsschule. — 43km Dülmen , Stadtmit 4600 Einw., Hauptort der gleichn. Standesherrschaft des Herzogs vonCroy-Dülmen, mit herzogl. Schloß. Bei Dülmen schneidet unsere Balmdie Linie Hamburg-Breraen-Münster-CÖln (R. 5). — 61km Coesfeld (spr.Kohsfeld), Kreisstadt (5600 Einw.) an der Berkel, mit zwei Schlössern, vondenen das eine, die Ludgeriburg, ehern. Residenz der Bischöfe von Münster war. Coesfeld ist Knotenpunkt der Bahn Quakenbrück-Oberhausen (S. 21).
— 81km Ahaus , Kreisstadt (2400 Einw.) an der Aa , mit schönem Schloßder Fürsten von Salm. — 96km Gronau , Städtchen (1900 Einw.) an derDinkel , mit Schloß des Fürsten von Bentheim -Tecklenburg. Gronau liegtbereits im bolländ. Sprachgebiet. Hier beginnt die niederl. StaatshahnGronau-Zwolle, s. Baedekers Belgien & Holland .
Von Dortmund nach Sterkrade , 52km Eisenbahn in c. 2 St. fürM 4, 3, 2. — Stationen Harten , Merklinde. — 17km Castrop (S. 44). —