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Nordwest-Deutschland (von der Elbe und der Westgrenze Sachsens an) : Handbuch für Reisende / von K. Baedeker
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44 Route 14.

TEUTOBURGER WALD.

24km Herne (s. unten). — 28km Wanne (s. unten). Folgen Schalke (S. 59),Carnap, Bottrop , Osterfeld. — 52km Merkrade g. S. 273.

Weiter durch die Ebene des rheinisch-westfälischen Steinkoh-lenbeckens (S. 56).—222km Castrop. — 230km Heme ; Zweigbahnnach Hofstede-Riemke (s. nnten); nach Dortmund s. oben.

233km Wanne, wo die von Hamburg-Bremen und Münster kommende Bahn (R. 5) mündet; Zweigbahnen (9.5km in 25 Min.für 80, 60, 40 Pf.) über Hordel-Eickel, Hofstede-Riemke (Abzwei-gung nachllerne, s. oben) nach Bochum (S. 57), sowie nach (6.2km)Bismarck i. Westf. (S. 59). — 238km Gelsenkirchen , Zweigbahnüber Dalbusch nach Kray (S. 57). — 245km Altenessen , Stationfür die V 2 St. entfernte, zugleich an der berg.-märk. u. rhein .Bahn gelegene Stadt Essen (Zweigbahn s. S. 68); in der NäheSchloß Horst , die Ruine einer der bedeutendsten Renaissencebautenin Deutschland . — 247km Berge-Borbeck.

256km Oberhausen (Bahnrest. ; Gasth.: Hof von Holland), erst1845 angelegte Stadt von 25200 Einw., Knotenpunkt der Cöln-Mindener, Cöln-Hamburger (R. 5) und Wesel -Emmericher Bahn(R. 62); Eisenbahn nach Quakenbrück s. S. 21; nach Ruhrort s. S. 272. In der Nähe bedeutende Eisenwerke. Die Bahn über-schreitet die Ruhr.

Die Fortsetzung der Bahn — 264km Duisburg, 289km Düssel-dorf , 328km Cöln — s. S. 272 u. 265.

14. Der teutoburger Wald .

Der Teutoburger Wald ist der südliche der beiden vom Eggebirgen.w. verlaufenden parallelen Höhenzüge, welcher diesen Kamen behaltenhat, obwohl das Schlachtfeld am Saltus Teuioburgiensis (S. 32) nicht hier,sondern am Wiehengebirge zu suchen ist. In seinem s.ö. Teil führt erden Kamen Lippescher Wald , in der n.w. Hälfte wird er Osning (S. 12)genannt. Er zieht sich in einer Länge von fast 150 km. von der Ein-senkung, durch welche die alte Straße von Paderborn nach dem StädtchenHorn (S. 47) führt, bis nach Rheine an der Ems (S. 32), wo nur mehreine durchbrochene Hügelreihe das Gebirge erkennen läßt, während derzusammenhängende Höhenzug bei Ibbenbüren (S. 32) endet. Seinem Auf-bau nach besteht das Gebirge aus drei durch enge Längsthäler geschie-denen Parallelketten, von denen die beiden südlichen der Kreideformationangehören, in der nördlichen überwiegt der Muschelkalk. Mehrere Quer-thäler durchsetzen das Gebirge bis zu seiner Sohle, so die breite Dören-schlucht zwischen Detmold und der Sennerheide \ ein zweites Thal durchziehtdie Eisenbahn von Bielefeld nach Minden . Die höchsten Erhebungen sindder Stemberg (415m) und die Grotenburg (388m) bei Detmold ; nach K.W.nimmt die Höhe des Kammes ab. Herrliche Wälder, die mächtigen durchErosion gebildeten Felsen der Externsteine , im Mittelalter durch Bild-werke geschmückt, und das imposante Hermannsdenkmal lohnen reichlicheinen Besuch des Gebirges \ Detmold und die Externsteine eignen sich auchzu längerem Aufenthalt.

Die Gasthöfe in Detmold und bei den Externsteinen sind gut, dieübrigen sind einfach aber ordentlich, namentlich hinsichtlich der Ver-pflegung. Zimmer von IV 2 dl an, Fr. 75 Pf., M. 2 dl-, Pension täglichvon 3-4 dl an.

Wagen: Zweispänner sind zum Preise von 12-18 täglich zu haben,Einsp. meist 3 dl billiger, aber wegen der starken Steigungen wenigerzu empfehlen.