Kostbarkeiten.
23. Route . 85
555. Ottomar Eiliger, Frachtstück; 556. Andr. Stech, BürgermeisterSteeh von Danzig ; 579. Kupetzky , Peter d. Gr. (1718); 623. J. Fr.Weitsch , Eichwald hei Querum . — Von hier tritt man wieder inden Treppenflur.
Der II. Stock enthält die vorgeschichtlichen Sammlungen,antike und mittelalterliche Thongefäße, Majoliken, Smaite undKostbarkeiten, Werke der Kleinkunst in Wachs, IIolz, Elfenbein,Erz u. s. w., auch aus außereuropäischen Ländern, sowie dieMünzsammlung.
Man betritt zunächst, von der Treppe r., das XXXV. Zimmer, mitvorgeschichtlichen Altertümern (nach dem Material: Stein, Thon, Bronzegeordnet), vorwiegendaus Norddeutschland und Dänemark . — Das XXXVI.,XXXVII. und XXXVIII. Zimmer enthalten die‘keramische Sammlung,antike Vasen, mittelalterliche Gefäße, deutsches Steingut; dann die höchstwertvolle “ Sammlung italienischer Majoliken aus dem xvi. und xvii. Jahrh.,die reichhaltigste Sammlung dieser Art in Deutschland , mit einigen Pracht-stücken aus bester Zeit, zum größten Teil aber der späteren Zeit ange-hörend; ferner Palissyschüsseln, rotes Böttgerporzellan, Porzellan ver-schiedener Fabriken, besonders der früher herzogl. in Fürstenberg. — ImXXXIX. Zimmer die bedeutende ‘Sammlung von Smalten und Kost-barkeiten, vornehmlich Werke aus Limoges („Limosinen“), der berühmtenHeimat der Emaillierkunst, z. T. mit Meisternamen versehen, xvi. undxvii. Jahrhundert; ferner 220. Luthers Doktorring; 221. Katharina v. BorasTrauring; 222. Petschaft der Maria Stuart (Saphir als Bing gefaßt); silberneReliefs und Statuetten, Achatarbeiten, u. s. w. — XL. Zimmer: Schlösserund Arbeiten aus Perlmutter , Schildpatt, Gläser u. 8. w. — XLI. Zim-mer: Arbeiten in Wachs. — XLII. Zimmer: Holzschnitzereien, be-achtenswert die Holzmodelle zu Schaumünzen des xvi. Jahrh., daruntereine auf Dürer (von H. Schwarz 1520) und ein Bildnis Johann Friedrichsdes Großmütigen von Sachsen . — XLIII. Zimmer: Elfenbeinschnitze-reien, xvii. und xvm. Jahrh. — XLIV. Zimmer: wertvolle * Sammlungvon Bronzen italienischen, französischen, niederländischen und deutschen Ursprungs (xv.-xvm. Jahrh.), darunter (Eingangswand 1.) 174. Reitersta-tuette Ludwigs xiv., nach Girardon; (1. Glasschrank) 22. Bacchus und Pan,in der Art des Jac. Sansovino ; 46. Nachbildung des Heraklestorso vom Bel-vedere (ergänzt); (Hauptwand, Schrank 2) 1. Pansweibchen; (Schrank 3)*14. Pulverflasche in getrieb. Kupfer; 92. kauernde Venus; 184. Hund,sich kratzend, von P. Vischer d. Ä.; 194. Lukretia, in der Art Dürers;(Ausgangswand) 10a. Grablegung Christi (Relief). Ferner zahlreiche er-gänzte Nachbildungen antiker Statuen und Werke in der Art des Giov.da Bologna . — XLV. Zimmer: kleinere Arbeiten in Stein, darunter(Schrank 2) 2. Kephalos und Prokris, in Solenhofener Stein, von G.Schweiger. — XLVI. Zimmer: Stickereien, Spitzen, Büchereinbände. —XLVII. Zimmer: chinesische, japanische und andere überseeische Gegen-stände. — XLVIII. Zimmer: Münzen (an 22000 Stück, nur eine Auswahlist ausgestellt), Medaillen (italienische, französische und besonders deut-sche Arbeiten) und geschnittene Steine. Unter letzteren n« 300 das* Mantuanische Gefäß (nachweislich um 1540 zu den Kunstsammlungen derIsabclla von Este gehörig, dann im Besitze des Herzogs Franz Albert vonSachsen-Lanenburg, seit 1666 Eigentum der Braunschweigischen Fürstenund 1767 dem Museum einverleibt; Herzog Karl nahm es 1830 auf seinerFlucht mit und erst nach seinem Tode 1874 wurde es wieder zurücker-stattet); es ist aus einer aus fünf verschieden gefärbten Schichten bestehen-den Sardonyxniere geschnitten und antiken Ursprungs; die Figuren tragenz. T. die Züge von Mitgliedern des augusteischen Kaiserhauses; die jugend-liche Hauptfigur steht auf dem Schlangenwagen neben Demeter.
Inmitten des Parks das von Wolf erbaute schöne Theater (PLE 4), 1861 bei der Feier der 1000jährigen Gründung der Stadt er-