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Nordwest-Deutschland (von der Elbe und der Westgrenze Sachsens an) : Handbuch für Reisende / von K. Baedeker
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86 Route 23.

BPAUNSCHWEIG.

öffnet. In der Nähe ein 1891 enthülltes Denkmal des Liederkom-ponisten Franz Abt , von Echtermeyer.

Yot dem Fallersleberthor die von Ottmer 1841 im florentini-schen Stil aufgeführte Infanteriekaserne (PI. F 8). Gegenüber derherzogl. botan . Garten (P1.KF2,3), stets zugänglich ausgenommenSo. u. Festtage und die Mittagsstunden 12-2 Uhr.

Weiter nach dem Wendenthor zu, in der neuen Promenade, dasherzogl. Polytechnikum (PI. E 2), 1745 als höhere Bildungsanstaltmit dem Namen Collegium Carolinum gegründet und 1862 in einepolytechnische Schule umgewandelt. Das Gebäude, im ital. Re-naissancestil, wurde 1877 nachPlänen von Uhde & Körner vollendet.

Inneres. Im Vestibül zwei Gruppen von Echtermeyer , Kunst u. Wissen-schaft darstellend \ im Treppenhause zwei Deckengemälde von Oroll (Wien ).— Im Erdgeschoß: reichhaltige Sammlungen für Architektur , Ingenieur-kunst , Mechanik , Physik (mehrere histor. Merkwürdigkeiten, u. a. Otto v.Guerickes Luftpumpe und llohlkugelu), Mineralogie. — Durch das nörd-liche Treppenhaus gelangt man zum hzgl, Naturhistor. Museum (geöffnetSo. 11-1, Mi. Sa. 2-4 um.; Dir. Prof. l)r. W. Blasius), mit hervorragenderornithologischer Sammlung.

Am Wendenthor das herzogl. Landeskrankenhaus (PI. 27: 1) 2),17(54 vom Herzog Karl 1. begründet, 1876 bedeutend erweitert.Ein in dem Gebäudekomplex gelegenes Haus enthält das anato-mische Museum. — Außerhalb des Wendenthors das städl. Schlacht-haus, 1879 von L. Winter erbaut, und der Nordbalmhof der lirann-sohweig. Landeseisenbahn.

Hinter dem Gaußberge (Pi. 1) 2) ein * Standbild Gauß’, desgroßen Mathematikers [1777-1865), nach Schapers Modell von llo-waldt in Bronze gegossen [sein Geburtshaus ist in der Nähe, nördl.Wilhelmstr. 30). Zwischen Gaußberg u. Petrithor der Bammels-burgtr Teich (P1.B2, 3), eine freundliche Anlage neuerer Zeit. Aufder w. anstoßenden Löbbtckeschen Insel eine von G. Uhde ent-worfene hübsche Villa.

In der Nähe des Petrithores (PI. A 3) erinnert eine mit einem Gitterumschlossene Eiche, und i| 2 St. vor dem Thore, bei dem Dorfe Oelper y eineisener Obelisk an den kühnen Zug des Herzogs Friedrich Wilhelm vonBraunscliweig-Oels vom Erzgebirge zur Nordsee, 1809. — Zwischen Petri- u.Hohethor das Städtische Krankenhaus (PI. A 4), 1B79 nach Entwürfen vonC. Tappe im got. Stil errichtet.

Wir kehren zum Steinthor (PI. F 5) zurück. Yor diesem,Helmstedterstr. 7, die Werkstätte des Erzgießers Howaldt. An demGroßen Exerzierplatz erinnert eine 7, 5 m hohe Denksänle an denGeneral Olfermann , der die "Braunschweiger bei Waterloo führte.

Rechts vom Steinthor gelangt man durch die Adolfstraße und dieLeonhardstraße (an der Ecke beider das neue Gymnasium , PI. 14:F 6) nach dem Platz St. Leonhard , dessen Westseite der großeKirchhof der Domgemeinde u. der angrenzende Kirchhof der Magni-Gemeinde einschließen. Auf letzterem das Grab Gotth. Ephr.Lessings (S. 80), durch ein 1874 gesetztes [Denkmal mit demPorträtrelief des Dichters, von Th. Strümpei, bezeichnet.

In der südostl. Ecke des Platzes St. Leonhard, 15 Min. s.ö.