nach Cassel.
31. Route. 1 35
Am Abhänge tritt r. Schloß Goseck hervor, dem Grafen Zech-Burkersrode gehörig, ehern. Benediktinerabtei, mit 1053 geweihter,aber mehrfach veränderter roman. Kapelle (nur der Chorabschlußist erhalten). L. Ruine Schönburg . — Die Landschaft wird gebir-giger. Der Weinbau in der Umgebung von Naumburg ist nichtunbedeutend.
46km Naumburg . — Gastii. : *S chwarzes Roß, *R eichskröne,in beiden Z. L. B. von 1.75 an, M. 1.75, F. 3 /* M. Omn. 50-60 Pf.^ Sachs.Hof. A m Bahnhof, H. Strauß. — Rest. Ratskeller. — Theater in derReichskrone.
Naumburg , Stadt von 19 800 Einwohnern, Sitz des Oberlandes-gerichts für die preüß. Provinz Sachsen , liegt 15 Min. von derBahn am südöstl. Rande eines anmutigen Thalkessels, in einerflachen Einsenkung hinter dem Georgenberge sich hinaufziehend.Seine Gründung geht zurück bis ins x. Jahrh., wo Markgraf Eckardl.von Meißen und Thüringen hier eine Burg erbaute, die im Gegen-satz zur Altenburg (Almerich, S. 136) „Neuenbürg “ genanntwurde. Eine 1514 von Kaiser Maximilian privilegierte Messe be-steht als Jahrmarkt noch. Der *Dom St. Peter und Paul ist einesder interessantesten älteren Kirchenbauwerke Deutschlands , 1872-78 restauriert. Die Hauptteile sind im Übergangsstil des xii. undxiii. Jahrh. erbaut und wahrscheinlich 1242 geweiht. Von denbeiden Chören ist der westliche frühgotische, mit den 12 *Stand-bildern der Stifter der Kirche in vorzüglicher Arbeit, 1245-72 ge-baut, der östliche spätgotische Ende des xrv. Jahrh.; beide sinddurch kunstreiche Lettner vom Schiff abgeschlossen; an dem desWestchors Christus am Kreuz zwischen Maria und Johannes, sowieflgurenreiche Darstellungen aus Christi Leben, von gleicher Schön-heit wie die Fürsten Statuen. Unter dem östl. Chor eine drei-schifflge Krypta mit sehr mannigfaltigen Pfeilern und Kapitalen.Von den drei Türmen ist neuerdings der eine westliche ausge-baut (Schelle für den Küster am Eingang). — In der Stadtkirche yam Markt, zwei Bilder von L. Cranach d. Ä.: Anbetung der Königeund „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ (1529). Manche alter-tümliche Häuser, besonders am Domplatz; das mittelalterl. Marien-thor ist wohl erhalten. Im Schwurgerichtsgebäude ein Freskogemälde(Kains Brudermord) von Bendemann . Vom Bürgergarten auf demGalgenberg hübsche Aussicht; ebenso vom Spechsart , einer Höhen.w. der Stadt mit Villen und Gartenrestaurationen, am schönstenvom *Georgenberge beim Magazin.
Von Naumburg..nach Artern , 55km Eisenbahn in c. 2 St. für3.40, 2.30, 1.20 jH. — Über die Saale und am r. Ufer der Unstrut entlang.— 6km Freiburg (Gasth.: Goldner Ring; Rest. : Jahns Haus), Städtchenvon 3200 Einw., mit Weinbau und Champagnerfabrik. Schöne Stadtkirchein demselben Übergangsstil wie der Naumburger Dom , aus dem xiii. undxv. Jahrhundert, mit zwei durch einen Giebelbau mit Vorhalle verbundenenTürmen. Auf dem Markt eine Reiterstatue des Herzogs Christian vonSachsen-Weißenfels (t 1736). Über der Stadt die Neuenburg , ein Haupt-schloß der thüringer Landgrafen, auf einer d^m ältesten Schloß, welchesLudwig der Springer 1069 erbaute und welches 1293 zerstört ward, gegen-
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